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Jul 2016/2017

Am Samstagabend den 07.01. haben wir uns bei eisigen Temperaturen getroffen um gemeinsam das Julfest zu feiern. Nachdem wir dann geschlossen von einem Parkplatz in der Nähe zum Platz fuhren begannen wir damit den atemberaubenden Platz mit dem natürlichen Fels-Altar zu schmücken und stimmten uns bereits auf das kommende Fest ein.

  

Nachdem das Feuer brannte wurde es sogar so warm das man die Jacken hätte ausziehen können, da die Wärme von den überhängenden Felsen reflektiert und gehalten wurde.

Nachdem Astrid mit drei lauten Hornstößen die Zeremonie einleitete begann Cornelis schließlich mit der selbstgeschriebenen Hammerweihe und Andreas weihte das Feuer. Wie immer entzündeten wir nun die Fackeln auf die drei Ebenen Asgard, Midgard und Utgard.

Ich rief Wodan und Holle an, gefolgt von Freyr, Uller und Skadi um diese zum Feste einzuladen. Aus dem Kreis wurden anschließend noch viele andere germanische und keltische Götter eingeladen.

Nach der Einladung an die Götter wurden dann die Ahnen in die Runde gebeten.

Als die Einladungen alle ausgesprochen waren konnte das Fest also beginnen und ich weihte den Met dem Wodan und den Apfelsaft der Iduna.

Das Opferbrot in Form eines Ebers, das Jolagalt, wurde Freyr geweiht, und wir teilten es dann mit Göttern und Ahnen.

Es folgten nun die Sumbelrunden, und es machte sich nun auch ein anderer Gast bemerkbar und unser Sumbel wurde sehr lange von dem lauten Rufen eines Käuzchens begleitet. Wie bei uns üblich wurde lange, ausdauernd und zunehmend emotionaler gesumbelt. Es wurde viel über neue anstehende Dinge im noch jungen Jahr nachgedacht und das alte Jahr verabschiedet.

Schließlich beendete ich das Blót und dankte Thor/Donar für seinen Schutz.

Ich danke allen für ihr Kommen, und wir haben auch an alle gedacht die gerne gekommen wären aber nicht konnten, bzw. die die zu unserer Gruppe gehören und nicht dabei waren. Es war ein tolles, stimmiges und lockeres Blót, das Spaß, Freude und Emotionen vermitteln konnte.

Abgrenzung zur Irminsul auf den Externsteinen

Wir als Gruppe von Heiden distanzieren uns von einer solchen Aktion und dieser Symbolwirkung!
Hier wurde (neben dem strafrechtlich relevanten Hausfriedensbruch und dem Verstoß gegen den Denkmalschutz und einem dadurch resultierendem Feuerwehreinsatz) ein Kontext hergestellt zwischen einen Symbol das bei germanischen Heiden sehr beliebt ist, einem Ort der ebenfalls oft als Kraftort oder Kultplatz gehandelt wird (die Authentizität des Symbols oder des Platzes als Kultort soll an dieser Stelle nicht das Thema sein) und brauner Ideologie, geschehen durch die Farbgebung (Reichsfarben) der Irminsul. Wir bedauern sehr das durch einige Spinner aus rechten Kreisen jetzt wieder öffentlich ein Bild von einem Heidentum projeziert wird, gegen das wir als Heidenstammtisch Trier aufklären und gegen das wir uns entschieden abgrenzen!
 
Ergänzung 06.01.2017
Mittlerweile haben die Vereine Eldaring e.V., Celtoi e.V und VfgH e.V. da ein offizielles Statement in Form einer Presseerklärung verfasst, dem wir uns da natürlich vollumfänglich anschließen:

 

Stellungnahme / Presseerklärung der Vereine Eldaring e.V., Verein für Germanisches Heidentum (VfGH) e.V. und Celtoi e.V.

In der Nacht des 31.12.2016 wurde eine stilisierte „Irminsul“ in den Farben weiß-rot-schwarz auf den Externsteinen, einer Felsformation des Teutoburger Waldes im Kreis Lippe, von Unbekannten nach Art eines Gipfelkreuzes angebracht.

Dass die fragliche Irminsul-Nachbildung in den Farben des Kaiserreichs und des 3. Reichs gehalten wurde, legt nahe, dass es sich höchstwahrscheinlich um eine politisch motivierte Tat aus dem rechtsextremen Spektrum handelt. Mithin wurde ein religiöses Symbol für einen politischen Zweck missbraucht – mal wieder.

Wir verurteilen diese Tat in aller Deutlichkeit und hoffen, dass die Täter ermittelt und zur Verantwortung gezogen werden. Wer immer für diese Aktion verantwortlich ist, hat eine Straftat begangen und dem Heidentum einen Bärendienst erwiesen. Den politischen, insbesondere rechtsextremen Missbrauch heidnischer Symbolik, in diesem Falle der Irminsul, verurteilen wir auf das Schärfste! Wir wehren uns mit Nachdruck gegen Versuche der Vereinnahmung heidnischer Symbole durch rechtsextreme Kreise.

Die Irminsul – auch Ermensul – wird in heidnischen Kreisen als Symbol des Lebensbaumes verstanden und oft mit der Yggdrasil der isländischen Überlieferung gleichgesetzt. Die Yggdrasil verbindet die neun Welten der nordeuropäischen Mythologie miteinander. Im Zuge des Eroberungskrieges Karls des Großen gegen die Sachsen im 8. Jahrhundert soll eine für den Kult der Sachsen bedeutsame Irminsul durch die Franken vernichtet worden sein. In Erinnerung an die altsächsische Irminsul wird von vielen Neuheiden heute eine stilisierte Irminsul als Symbol ihrer religiösen Identität verwendet.

Ob die Externsteine in vorchristlicher Zeit Schauplatz kultischer Handlungen waren, ist nicht belegt. Die Externsteine sind jedoch ein ehrfurchtgebietendes Naturdenkmal und sollten als solches gewürdigt und respektiert werden. Jedwede Instrumentalisierung der Externsteine für extremistische Inszenierungen lehnen wir in aller Deutlichkeit ab.

Die Vorstände des Eldaring e.V., VfGH e.V. und Celtoi e.V.

Der Heidenstammtisch Trier wünscht…

… allen Mitgliedern und Freunden ein schönes Julfest, eine tolle Wintersonnenwende und ruhige und besinnliche Rauhnächte!

Wir bringen nun ein bewegtes Jahr zu Ende. Jeder bringt wichtige Kapitel zum Abschluss, oder beginnt neue. Für jeden steht das scheidenende Jahr für mehr oder weniger große Veränderungen. Gerade in unserer Gruppe standen oder stehen viele persönliche Veränderungen an. Auch als Heidenstammtisch sind wir einen neuen Weg gegangen in dem wir zum Beispiel das Hochwald-Thing veranstaltet haben.

Auch ganz allgemein ist das Jahr ein schwieriges Jahr gewesen und es sind weltweit Dinge geschehen und Entwicklungen vonstatten-gegangen die uns durchaus allen Sorgen bereiten. Wir denken beim Ahnengedenken zum Julfest und den Rauhnächten auch an die, die dieses Jahres von uns gegangen sind. Sei es ob sie uns persönlich bekannt waren, ob sie Idole von uns waren (denn auch solche sind dieses Jahr sehr viele gestorben), ob sie Opfer des Terrors, des Krieges, Verbrechen oder politischer Entwicklungen waren. Hegen wir die Hoffnung, dass das nächste Jahr insgesamt friedlicher wird.

Positives beginnt aber im kleinen. Bei jedem selbst und auch in unserer Gruppe. Uns ist es bisher gelungen Offenheit zu demonstrieren und trotz persönlicher und religiöser, bzw. spiritueller Unterschiede zusammenzuhalten und den Heidenstammtisch so zu einem Ort des lebendigen Austauschs und des gelebten Heidentums zu machen. Diesen Gedanken und diese Motivation  müssen und werden wir weiter führen.

Ich freue mich auf das nächste Jahr mit dem Heidenstammtisch Trier, auf den Austausch, die bekannten und neue Gesichter!

Daniel

 

Ahnenfest/ Winternacht/ Samhain 2016

Text von Vanessa und Tristan

Am 29.10.2016 veranstalteten wir wieder ein Blót, im Namen des Heidenstammtischs Trier. Dieses fand in Aach, in einem Waldstück statt, wo die Natur wieder ihr Bestes gegeben  hat.

Wir trafen uns um 18 Uhr und gingen dann gemeinsam mit einer Gruppe von 8 Personen zum Blótplatz. Dort angekommen schaute man auf einen Sandsteinberg der den Ritualplatz schützend umgab. Am unteren Rand dieses schützenden „Walls“ befand sich ein Steinvorsprung , an der Seite stand ein großer Opferfelsen , den wir als Altar verwenden wollten, in der Mitte befand sich außerdem eine Feuerstelle.

Passend zur Winterzeit setzte die Abenddämmerung ein und wir richteten unseren Blótplatz her. Wir begannen mit dem Altar, Kerzen wurden darauf und in der Umgebung aufgestellt, Opfergaben wurden davor abgelegt, alles fand seinen Platz , Horn, Met, Salz , Hefe , Räucherwerk usw.

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Um die Feuerstelle wurden vier Runen in Lage der Himmelsrichtung gelegt.

Die Blótleitung wurde von Daniel übernommen, der mit der Hammerweihe begann. Danach wurde der Blót-Kreis geschlossen und es erfolgte die Feuerweihe welche von Tristan vollzogen wurde. Während dieser Weihe wurde besonderes Augenmerk auf das Licht und die Wärme des Feuers als Wegweiser für unsere Ahnen gelegt, sodass sie den Weg durch die dunkle Jahreszeit in unseren Kreis finden mögen. Nach der Feuerweihe entzündeten wir drei Fackeln, eine für Asgard, eine für Mitgard und eine für Utgard. Jeder „Fackelträger“ verlor ein paar passende Worte über jene Welt die seine Fackel symbolisierte während er diese entzündete.

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Anschließend wurden die Götter, Ahnen und Wesenheiten des Platzes eingeladen um mit uns dieses Fest zu durchschreiten. Als  Gottheiten für dieses Fest wurde Wodan, Holle, Heimdall und Hel angerufen, für letztere opferten wir Absinth, um sie willkommen zu heißen in unserem Kreis. Nachdem die Blótleitung allgemeine Einladungen ausrief, wurden wie es Brauch in unserer Gruppe ist, reihum persönliche Einladungen sowohl auf einzelne Gottheiten als auch bestimmte Ahnen ausgesprochen. Gefolgt vom Speisopfer, das dieses mal ein Brot in Form eines Pferdes war, welches unsere Sorgen, Anliegen und Gedanken durch die Welten tragen sollte. (Anmerkung von Daniel: Erwähnen sollte man noch das Trankopfer. Wir haben diesmal nur Viez (regionale Variante des Apfelweins) und Apfelsaft, statt wie üblich Met, verwendet und das Trankopfer Idunna geweiht)

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Nach dem Speisopfer wurde in vier Sumbelrunden das Horn auf die Götter/ Ahnen/ Wesenheiten des Platzes und auf unsere Gruppe erhoben, gefolgt von ca. fünf persönlicheren Runden. Anschließend beendeten wir das Blót und bedankten uns für den Schutz den Thor uns und diesem Platz gewährt hat. Das Feuer ließen wir noch etwas brennen und schauten noch eine Weile nachdenklich in die umhertanzenden Flammen, bis wir dann schließlich wieder in den Alltag zurückkehrten.

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Durch den Sandsteinüberhang blieb es am Feuer mollig warm, sodass wir noch weiter Minuten ums Feuer herum stehen  konnten um uns zu unterhalten, bis wir dann letztendlich das Feuer löschten und den Kreis öffneten.

Es war wie immer ein sehr schönes behagliches aber auch nachdenkliches Blót, an einem der wunderschönsten und meines Erachtens spirituellsten Plätze die ich je kennen lernen durfte, bei dem das Gefühl von Anfang an gestimmt hat.

 

Wir werden drei!

In diesem Monat jährt sich unser Stammtisch nun bereits das dritte Mal. Und wie jedes Jahr nehme ich das auch dieses Jahr wieder zum Anlass ein paar Worte zu verlieren.

Unsere Entwicklung hat sich fortgesetzt und der Stammtisch konnte sich weiter etablieren. Wir haben uns dieses Jahr das erste mal an eine größere Veranstaltung, das Hochwald-Thing, gewagt und diese allen Widrigkeiten zum Trotz zu einem Erfolg werden lassen.

Auch hatten wir in unserem Kreise zwei Eheleiten zu feiern, die schön gezeigt haben das wir uns als Heidengruppe immernoch individuell entwickeln und das das Ergebnis eines reibungslosen und gewinnbringenden Austauschs ist.

Wie in allen Gruppen, so gibt es auch in unserer unterschiedliche Auffassungen und unterschiedliches Ausleben von Spiritualität und Heidentum, von Erwartungen an die Gruppe und der Einsatzbereitschaft der Einzelnen. Natürlich gibt das in Einzelfällen mal Spannungen oder Meinungsverschiedenheiten. Mal unabhängig davon das wir es bisher als Gruppe immer recht harmonisch und einvernehmlich lösen konnten, möchte ich darauf kurz eingehen, da ich denke das mit fortschreitendem Wachstum der Gruppe auch diese Problematik wächst und die Erwartungshaltungen sich womöglich ändern könnten.

Nach meiner Auffassung ist ein Ritual, ein Blót, ein Gemeinschaftserlebnis – eine Feier in einer Runde von Menschen, Göttern, Ahnen und anderen Wesenheiten. So ein Blót in großer Runde ist nicht zur Befriedigung jedes individuellen spirituellen Bedürfnisses des Einzelnen gedacht, – das geht in großer Runde einfach nicht -, sondern ein gemeinschaftliches Begehen eines Festes.  Jeder einzelne der das Heidentum, egal welcher Form, lebt  sollte im Stande sein im kleinen Kreis für sich, mit engen Freunden oder der Familie Rituale zu begehen die individuell auf das eigene Seelenheil abgestimmt sind und die auf die eigenen Bedürfnisse eingehen. Jeder der zu einer Heidengruppe stößt sollte sich bewußt sein, das es um Austausch und Gemeinschaft geht – und man deshalb nicht mit jeder spirituellen Ansicht oder mit jeder Gottheit, oder Wesenheit immer konform sein kann. Das erfordert im gemeinsamen Ritual, genau wie bei einer Diskussion beim Stammtisch, die Bereitschaft für Kompromisse, den Respekt füreinander und das Akzeptieren anderer Auffassungen, die mit dem Selbstverständnis unserer Gruppe einhergehen.

Wie schon gesagt konnten wir uns beim Heidenstammtisch Trier immer genau das auf die Fahnen schreiben und deshalb funktioniert auch unser Konzept ein Stammtisch für alle heidnischen Richtungen zu sein.

Auch in Sachen Vernetzung konnten wir unsere Kontakte ausbauen und stehen über verschiedene Medien im regelmäßigen Dialog mit anderen Gruppen und Stammtischen.

Ich freue mich das wir in den drei Jahren, die es unseren Heidenstammtisch Trier nun gibt, nicht stagniert haben und uns immer weiter entwickeln konnten. Dafür danke ich jedem einzelnen!

Hoch die Hörner auf den Heidenstammtisch Trier!

Hochwald-Thing 2016

Der Heidenstammtisch Trier hat das erste mal im Namen des Eldaring e.V. ein Wochenende mit Programm organisiert, das Hochwald-Thing.

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Wir begrüßten die Teilnehmer am Eingang der Jugendherberge Hermeskeil am morgen und warteten bis alle gut gelaunt eingetroffen sind. Diese Jugendherberge machte einen tollen Eindruck, war beschaulich und gepflegt und die Mitarbeiter freundlich.

Da wir ja zu einem Thing einluden, denn es war eine Versammlung, zu der bei vielen Gruppen und Stammtischen eingeladen wurde, und das Angebot und Programm darauf ausgerichtet war viel über die Kelten zu erfahren, wurde schließlich ein Thingfrieden ausgerufen.

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Dazu rief Marius mit dem Rufhorn die Versammlung ein und der Thingfrieden wurde ausgerufen. Ab sofort sollte jeder Hader und Zwist der Gruppe fernbleiben.

Anschließend machten wir uns fertig für die Wanderung nach Otzenhausen. Als wir losgingen waren die Temperaturen noch sehr angenehm, es war sonnig und warm – das sollte sich bald in sonnig und heiß ändern.

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Zwischendurch machten wir natürlich auch eine Rast in einer Schutzhütte, wo wir mit einem herrlichen Ausblick auf den Stausee belohnt wurden.

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Nach drei Stunden Wanderung sind wir schließlich ziemlich durchgeschwitzt in Otzenhausen angekommen und warteten dort auf die Führerin, welche uns auf witzige und informative Weise in das Leben der alten Treverer hineinversetzte.

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Durch ihr tolles und lustiges Schauspiel, mit dem sie uns alles aus den Augen eines Findelkinds der Treverer, die bei dem Druiden der Siedlung aufwuchs, schilderte, konnten wir den immernoch eindrucksvollen Ringwall und die Orte die sie uns zeigte mit ganz anderen Augen sehen und die Gebäude, die Schmiede und der Wall wuchsen in unserer Vorstellung gradezu wieder aus der Erde und die alten Treverer wurden in unserer Fantasie wieder lebendig und wir erlebten ein Kapitel des gallischen Krieges mit.

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Die Führung endete dann im Keltendorf, in dem verschiedene Häusertypen authentisch nachgebaut wurden und eine keltische Siedlung nachgestellt wurde.

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Nach der Führung fuhren wir nach nunmehr sechs Stunden in der Hitze nun wieder in die Jugendherberge und die Zimmer wurden bezogen und das Abendessen in der Grillhütte vorbereitet.

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Frisch gestärkt nach Salaten, Grillfleisch, Würstchen und Gemüsespießen versuchten wir uns am Singen des ersten Merseburger Zauberspruchs – was garnicht so einfach ist – sich bei Siegfried aber einfach phänomenal angehört hat. Das müssen wir bei nächster Gelegenheit mal wiederholen und vertiefen! Anschließend fuhren wir dann am Abend zu einem Platz um das Ritual zu feiern.

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Nachdem der Platz gereinigt wurde haben drei Hornstöße die Zeremonie eröffnet. Sie wurde begonnen mit einer keltischen Platzweihe, der Anrufung der Nemetona. Dazu umrundete Dieter dreimal das Rund und sang die Anrufung. Ich folgte ihm und spritzte etwas Quellwasser in die Gemeinschaft.

Es folgte eine Hammerweihe von Cornelis und anschließend die gemeinsame Feuerweihe von Astrid und Cornelis.

Zum Beginn der Anrufung und Einladung der Wesenheiten wurde nun das Liedchen „Kommt ihr Wesen“ gesungen. Danach wurden Anrufungen an Epona, Asen und Wanen, die Alben und die Ahnen gesprochen. Die Anrufung an Epona, welche im Treverer-Land eine sehr starke Verehrung erfuhr, wurde von Dieter vorgetragen. Es war eine sehr gefühlvolle Anrufung, zu der auch der ganze Kreis mitwirken konnte, in Form eines rekonstruierten neugallischen Antwortsatzes der lautete Épona diruch adhith“ was „Epona, Ehre Dir“ bedeutet.

Weiter ging es mit einer Speis-und Trankweihe. Anschließend wurde noch das Mehl geweiht mit dem das Julbrot gebacken wird.

Nun wurde es nochmal keltisch und es wurde für die Gruppe ein Zeichen gelesen. Dazu hielt Dieter eine Räucher-Schale in den Wind und wir verfolgten in welche Richtung der Rauch abzog. Als die Richtung klar war folgte ein Spruch für die Gruppe.

Jetzt wurde gesumbelt. Astrid eröffnete die erste Runde. Und es wurden viele mehr. Wie eigentlich immer ist das Sumbel das Herz des Rituals und besonders in den freien Runden spürt man die gelebte Gemeinschaft.

Zur Beschließung wurde das Herdfeuerlied gesungen und schließlich der Thingfrieden aufgehoben.

Müde, vom anstrengenden aber schönen und lehrreichen Tag, machte man sich nun auf den Weg in die Jugendherberge oder auf den Heimweg.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle Teilnehmer für ein gelungenes und harmonisches Miteinander, an alle Mitwirkenden an der Ritualplanung, der Programmgestaltung, den Anbietern der Schlechtwetter-Alternativen, die wir ja glücklicherweise nicht brauchten, der witzigen und kompetenten Führerin durch den Ringwall, den Mitarbeitern der Jugendherberge und nicht zuletzt dem Vorstand des Eldaring e.V. die uns immer beratend zur Seite gestanden haben und auch den Rücken stärkten als die Vorbereitung durch unerwartete Schwierigkeiten etwas ins Holpern kam.

Eheleite Sonja und Dennis

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Beim Heidenstammtisch Trier hatten wir am Samstag nun bereits das dritte Mal die Ehre und das Vergnügen eine Eheleite zu feiern. Das tolle ist das alle drei Paare ihre jeweiligen Eheleiten anders feierten und interpretierten und so deutlich wurde das hier kein liturgisches Programm abläuft, sondern solche Feste individuell an das Brautpaar, den Platz und an die Gäste (nicht nur an die menschlichen) angepasst werden.

Nun möchte ich aber von dem tollen Hochzeitsfest am vergangenen Wochenende berichten. Wir wurden zu einen etwas abseits gelegenen Platz in Trier-Olewig eingeladen. Das Wetter war toll, wir hatten strahlenden Sonnenschein und es war warm.

Als wir den Platz erreichten musste ich mich wieder fragen wo immer alle diese tollen Plätze finden. Es war eine Wiese, von einem kleinen Bach eingerahmt mit einer Hütte, dazu wurde ein großes Zelt aufgebaut. In der Mitte um einen Baum war der Blótplatz mit Altar platziert.

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Drumherum waren mit Decken abgedeckte Heuballen und Bierbänke aufgestellt.

Der Platz und die Herrichtung strahlten eine unglaubliche Gemütlichkeit und Entspanntheit aus.

Pünktlich wurde von Marius, welcher die Eheleite leiten durfte, mit einem Rufhorn zur Zeremonie gerufen. Ein Unterschied zu den bisherigen Hochzeiten war allerdings das es hier nicht die klassischen Kreise gab, sondern die Gäste verteilten sich auf die Heuballen und Bierbänke, die ja um den Blótplatz verteilt waren. Um das Feuer herum saßen das Brautpaar und der engste Familienkreis.

Marius begann mit dem Hammerritual und der Feuerweihe. Anschließend wurden vom Brautpaar und aus dem Kreis der Familie und Freunde des Brautpaars Götter, Ahnen und Wesenheiten zum Fest eingeladen. Es folgte das Speis – und Trankopfer. Nach dem Trankopfer, welches in einem sehr imposanten Horn zelebriert wurde, folgte eine Sumbelrunde im engen Familienkreis des Brautpaars. Nun ist es ja immer sehr interessant wenn Familienmitglieder, die mit dem Heidentum nicht viel zu tun haben, bzw. noch keine Berührungspunkte damit hatten, in so ein Ritual mit einbezogen werden. Die Familien des Brautpaares allerdings hatten keinerlei Berührungsängste und jeder aus dem Kreis hat dem Brautpaar sehr schöne und berührende Segenswünsche mit in die Ehe gegeben.

Nun waren die beiden aber selbst dran und das Brautpaar begann mit ihren Ehelgelübden. In diesen Ehelgelübden erzählten sie auch auf eine ehrliche, humorige und berührende Weise von ihrem kennenlernen und dem Wachsen der Beziehung und der Gefühle zueinander. Die Gäste waren zwischen Lachen und Tränen hin – und hergerissen.

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Nun folgte ein weiterer großer Unterschied zu den bisherigen Eheleiten unserer Gruppe. Statt einer klassischen Ringweihe setzte sich das Brautpaar an einen kleinen Nebenaltar der bereits entsprechend vorbereitet war und sie tätowierten sich gegenseitig ein Ring auf den Finger des anderen. In dieser Zeit gingen Körbchen mit Zetteln und Stiften durch die Gästereihen, mit der Bitte dort die Wünsche für die Ehe niederzuschreiben.

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Als die beiden fertig waren, übergab Marius die nun eingesammelten Zettel mit den Segenswünschen der Gäste dem Feuer mit der Bitte an die Götter und Ahnen diesen niedergeschriebenen Wünschen ihre Aufmerksamkeit und Hilfe zu bieten.

Anschließend wurde die Zeremonie beendet und es begann das gemütliche Gelage mit der Familie und den Freunden!

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Ich wünsche den beiden hier nochmals im Namen des Heidenstammtisch Trier alles Gute für ihre Ehe und das sie sich ihre Verliebtheit immer bewahren!

Eheleite Maxi und Marius

Am 09.07. gab es in unserer Runde wieder eine Eheleite zu feiern! Maxi und Marius sind im Rahmen eines Blóts vor den Göttern und ihren Familien und Freunden die Ehe eingegangen. Ich persönlich finde es immer sehr spannend wenn solche Rituale und Feiern mit den Familien gefeiert werden, von denen in der Regel ein Großteil der Teilnehmer noch nie Berührungen mit dem Heidentum hatte. Wie auch bei der Eheleite letztes Jahr ist auch diesmal gelungen den Familien ein gelungenes stimmungsvolles und eindrucksvolles Fest zu bieten und auch das Heidentum entspannt und offen zu präsentieren.

Der Bräutigam rief also mit dem Rufhorn zum Fest.

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Tristan und Petra hatten die Ritualleitung übernommen und empfingen die Familien und Freunde vor dem Ritualplatz.

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Dort hat Tristan ein paar Worte zum folgenden Ritual erzählt und schließlich einen Thingfrieden ausgerufen.

Danach haben sind alle Anwesenden zum Ritualplatz und zum geschmückten Altar weitergegangen und haben sich in zwei Kreisen aufgestellt. Der äußere Kreis bestand aus Freunden und Familie, der innere aus den Eltern, Geschwistern und Trauzeugen des Brautpaares.

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Die Braut wurde nun von ihren Brautjungfern und ihrem besten Freund zum Altar geführt wo der Bräutigam schon wartete.

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Petra hielt nun eine Platzweihe ab, bei welcher die Elemente angerufen wurden und Tristan folgte mit einer Hammerweihe.

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Nachdem nun auch noch das Feuer geweiht wurde folgten einige germanische und keltische Götteranrufungen, die abwechselnd von Petra und Tristan vorgetragen wurden. Anschließend wurden noch die Ahnen und Wesenheiten des Platzes vom Brautpaar selbst eingeladen.

Tristan führte nun die Hornweihe und das Trankopfer durch, gefolgt von dem Speisopfer von Petra.

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Jetzt wurde auch der äußere Kreis aktiv beim Ringwärme-Ritual. Entlang des äußeren Kreises war eine Kordel gelegt, auf die jetzt die Ringe gefädelt wurden. Jeder Gast hielt die Kordel mit beiden Händen fest und die Ringe wurden an der Schnur durchgereicht und ein jeder legte seine besten Wünsche für das Paar in die Ringe, welche man kurz in den Händen hielt.

Nachdem die Ringe einmal das gesamte Rund passiert hatten und wieder beim Brautpaar angekommen sind sprachen die beiden ihre Ehegelübde, die so berührend und herzlich waren, dass so manche Augen im Kreis verdächtig funkelten.

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Nach dem nun folgenden Handfasting, schritt das paar dreimal um das Feuer und sprang schließlich über einen Besen.

Eine Sumbelrunde im inneren Kreis leitete dann die Beschließung des Rituals ein.

Zum Schluß durfte dann jeder vor das Paar treten, das Horn heben und persönlich seine Gratulation aussprechen.

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Es folgte ein rauschendes Fest in dem dafür errichteten Festzelt und auf dem liebevoll dekorierten und hergerichteten Grundstück des Brautpaares, das lange über meine Anwesenheit hinausging!

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Ich möchte allen danken die zu diesem Fest beigetragen haben, dem Brautpaar für die Organisation und die Mühen, den Helfern und Mitwirkenden beim Ritual, den Familien und Freunden des Brautpaares für das Ernstnehmen des Rituals. Und den Göttern für ein tolles Wetter – für ein tolles Fest!

Mittsommer 2016

Am 25.06. feierten wir vom Heidenstammtisch die Sommersonnenwende! Anders als in den Vorjahren haben wir diesmal kein Wochenende im Zelt geplant sondern ein einzelnes Blót an einem Platz in der Nähe von Kollesleuken bei Saarburg. Dieser Platz ist ein abgelegenes Tälchen namens Ewigbachtal. Dazu gleich mehr.

Wir haben uns also am frühen Abend in Saarburg getroffen und sind dann gemeinsam nach Kollesleuken gefahren. Wir waren eine große Gruppe von insgesamt 17 Leuten.

In Kollesleuken haben wir uns dann mit Sack und Pack auf einen schönen, wenn auch matschigen Fussweg von etwa 15 Minuten durch den Wald gemacht.

 

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Dieser Weg führte uns vorbei an beeindruckenden Felsformationen und einem sehr ursprünglichen Waldgebiet. Aber als wir schließlich den Platz erreicht haben blieb denen, die den Platz noch nicht kannten, der Mund offen stehen.

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Diese Felsformation lächelte uns zu!

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Dieser Platz ist ein Tälchen umsäumt von einen stufenartigen Felsring. Durch dieses Tälchen fließt ein Bach der auch tolle Wasserfälle bildet. Und wäre das nicht toll genug, gibt es noch einen Felsvorsprung der dem Fleck, an dem wir unser Blót gefeiert haben, ein wenig Höhlenatmosphäre verleiht. Dort haben wir dann den Altar aufgebaut.

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Auch ein Sonnenrad wurde vorbereitet und das Gebildbrot ausgepackt.

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Die Blótleitung wurde diesmal auf drei Teilnehmer aufgeteilt und Tristan begann das Blót mit der Hammerweihe. Cornelis weihte das Feuer und Astrid startete die Götteranrufungen. Anschließend konnte jeder Gottheiten einladen, sodass wir neben Asen und Vanen auch keltische Gottheiten willkommen geheißen haben! Diese Einladungen wurden abschließend mit Rufhörnern unterstützt für die die beiden Jungs (11 und 8) ein bemerkenswertes Talent gezeigt haben.

Hiernach folgte die Intonation „Kommt alle Wesen aus allen neun Welten“ begleitet von zwei Gitarren.

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Es folgten das Speis– und Trankopfer und schließlich jede Menge Sumbelrunden mit Met und Apfelsaft.

Die Beschließung wurde dann wieder mit dem Herdfeuerlied abgeschlossen und schließlich das Sonnenrad angezündet.

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Die Atmosphäre des Platzes, unterstützt durch das Rauschen und Plätschern des Baches und Vogelgezwitscher, sorgte dafür, das wir ein enorm stimmungsvolles und entspanntes Blót feiern konnten. Erwähnen sollte man auch, das es vorher und auch nachher geregnet hatte, für die Dauer unseres Blóts, der Vorbereitung und der Wanderung hingegen war es trocken und sonnig.

Allen Teilnehmer vielen Dank für dieses tolle Blót!

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