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Ostara 2017 auf der Burg Ludwigstein

Text von Erinn
Hi ihr Lieben,
hier bei Interesse meine Eindrücke vom Ostaratreffen auf der Burg Ludwigstein. Die Veranstaltung findet seit einigen Jahren in Kooperation mit dem Eldaring e.V. statt.
Am Donnerstag in der Früh gings los. Die Anreise war zwar erst für den Nachmittag angesetzt, aber da der Hohe Meißner in der Nähe liegt, wollte ich der Fr. Holle unbedingt einen Besuch abstatten 😉 und ein bisschen wandern gehen. Gardenstone`s „Göttin Holle“ war dabei mein Wanderführer.
Gegen Mittag kam ich nach langer Fahrt und durch urige Fachwerkdörfchen am Aussichtspunkt Schwalbentahl an. Bei strahlend blauen Himmel und Sonnenschein ging es dann los zum Fr. Holle Teich durch den Frühlingswald. Stellenweise lag ein eigenartiger Geruch in der Luft, der von einem seit Jahrhunderten schwelenden Braunkohleflöz herrührt. Der kleine Teich mit lebensgroßer Hollefigur liegt in idyllischer Waldrandlage. Die Zeit dort in der warmen Sonne, habe ich sehr genossen. Da ich die einzige Besucherin war, habe ich der Hohen ein kleines Trank- und Rauchopfer dargebracht. Danach bin ich noch ein Stück auf dem Kalbepfad gewandert, der einige schöne Aussichtspunkte bietet.
Am späten Nachmittag dann Ankunft auf der Burg. Sie liegt idyllisch auf einer Anhöhe und bietet einen wunderschönen Ausblick auf die Umgebung. Am Abend gab es ein kleines Begrüßungsritual, das gemeinsam mit internationalen Gästen am nächtlichen Lagerfeuer gehalten wurde. Müde, aber glücklich und erfreut auch ein paar Bekannte überraschend getroffen zu haben, bin ich dann ins Bett gefallen.
Der nächste Tag war randvoll gepackt mit Programm. Allerdings kann man nicht alles schaffen. Ich habe mich als erstes für einen Vortrag von Ulrike  entschieden, die uns von den Nornen erzählte. Sie ging mit uns die literarischen Quellen ab, die uns von den Nornen berichten.
Als Quintessenz nehme ich für mich mit: Die Nornen sind unerbittlich und unbestechlich. Sie sind dort wo das blanke Schicksal zuhause ist. Sie lassen sich nicht durch Kult und Opfer beeinflussen. Sie sind nicht erreichbar oder ansprechbar wie die anderen Götter. Ein Bild das ich mitnehme: Sie sitzen an den Wurzeln des Weltenbaums und begießen ihn mit dem Wasser des Urdbrunnens. Das Wasser fließt zurück zum Brunnen. So unerbittlich sie sind und ihr Urteil oft Tod bedeutet, so grundlegend lebensbejahend sind sie andererseits denn sie erhalten den Kosmos und seine Gesetzmäßigkeit.
Als nächstes nahm ich an einem Workshop von Michiel teil, der uns mit dem Geist der Landschaft vertraut machte und uns einige inspirierende Anregungen mit auf den Weg gab. Eine kleine Sumbelrunde für die Landgeister hat sich nach der Einführung angeschlossen. Michiel führte uns dann noch durch zwei Meditationen.
Am Nachmittag war ich auf Anraten eines Bekannten noch bei einem Ritual von Frigga Asraaf dabei, die mit uns nach Nifelheim reiste und uns über diese Welt erzählte. Ich lernte also Nifelheim kennen, die Welt aus Wasser und Eis, nicht ungefährlich für uns Menschen. Da Wasser vielleicht über eine Art „Erinnerungsvermögen“ verfügt, mögen bestimmte Erinnerungen und Wissen auch in Nifelheim zu finden sein. Ein möglicher spiritueller und nicht wissenschaftlicher Zugangsweg. Frigga Assraf denkt, das dieses Wissen sehr wichtig für unsere Welt sein könnte. Die Reise war eine Heilreise um ein zu viel an Eis in den Herzen der Menschen schmelzen zu lassen. Das ist auch Thema ihres Projekts: flame of frith. Die Reise begann mit dem Tönen der Runen, Isa, Hagalaz und Laguz.  Hier empfand ich, hat sich etwas aufgebaut…und ich denke auch etwas für mich mitgenommen zuhaben…Der Kreis der Teilnehmer war zudem mit zwei Wollseilen verbunden. Einer stand für Nifelheim, einer für „flame of frith“…Jeder Angehörige des Kreises erhielt am Ende der Reise ein Stück beider Seile. Frigga Asraaf hat mich beeindruckt in ihrer freundlichen in sich ruhenden und heiteren Art.
Später nahm ich noch am Vortrag von Mirja Dahlmann, die uns von den Merseburger Zaubersprüchen erzählte und in unterhaltsamer Weise wissenschaftlich erläuterte. Ihr Vortrag ist auch in Langform als Buch erhältlich im Verlag Editon Roter Drache. („ Die althochdeutschen Zaubersprüche“ –
Generell finde ich die Mischung dieser Veranstaltung sehr gelungen, neben Fachvorträgen spielt auch das spirituelle Erleben eine besondere Rolle. Es war einfach für mich ein gelungener Mix.
Man könnte noch viel erzählen wie vom Händlerbereich im Rittersaal… Bücher über Bücher und schöne Dinge wie kreative Kerzen- und Glaskunst. Und auch von James Vermont, der unermüdlich für sein Herzensprojekt „der Kessel“ unterwegs ist https://kessel.vision/ .
Am Abend gab es den Skaldenabend mit Darbietungen verschiedener Leute. Es wurde gesungen, Gedichte vorgetragen und auch viel gelacht. Von humorvoll bis ergreifend war alles dabei. Die Zeit verging im Flug. Wer Ostara besucht, sollte unbedingt am späteren Abend die Barhalla aufsuchen. Sooo leckere Cocktails. ^^
Am nächsten Tag in der Früh begann das Ostarablot. Das Blot wurde vom Allgäuer Herd (Anm. der Red.: den Niflheimern) gestaltet, die uns auch einiges an Brauchtum ihrer Region mitgebracht bzw. haben erleben lassen. Sie hatten eine Winterpuppe aus Stroh dabei, die stellvertretend für den Winter im Blot verbrannt wurde und mir die Kinnlade hat klappen lassen. 80cm hoch! Für unseren Stammtisch müssen wir dringend für das nächste Jahr die Größe unser eigenen Winterpuppe überdenken. 😉 Sehr schön und stimmig fand ich auch den rituellen Satz bei der Opferung: Von uns zur Erde zu den Göttern – von den Göttern zur Erde zu uns. Alle Gäste (alle!!! Und da waren mehr als 100) erhielten im Blot je ein bunt gefärbtes Ei sowie Sämereien in einem kleinen Organza Säckchen. Was für eine Heidenarbeit und wunderschöne Geschenkidee. Sehr stark auch in einem solch großen Kreis zu stehen.
Die Frühlingsgottheit war für mich sehr präsent, im Erblühen der Landschaft, dem strahlend blauen Himmel, der wärmenden Sonne und an meinem Lieblingsplatz im kleinen Burgarten, mit weitem Blick über das Land. Auch in Gardenstone`s kleinem Büchlein zu „Ostara“ (Eostre, Eostar-Fakten, Annahmen, Vermutungen, Spekulationen, Mutmaßungen und Unsinn) konnte ich das ein oder andere von ihr erhaschen. Ich mag ja seine Bücher und wie er den Leser mit auf die Reise nimmt…
Den Nachmittag gestehe ich, habe ich einfach gebummelt und bin im Burggarten einfach eingeschlafen. Die Ruhe habe ich sehr genossen.
Zuvor habe ich aber noch Franziska kennengelernt („der ER-Pott singt“), die mit uns ein kraftvolles Vallkürenlied einstudiert hat. Das war ein megaschönes Erlebnis. Es ging gar nicht darum den Ton gut zu treffen sondern vorallem das Gefühl, das in dem Lied ausgedrückt wird ins Hier und Jetzt zubringen. Ich würde sagen, es ist uns gut gelungen und hat mächtig Spaß gemacht. ^^
Ich kann diese Veranstaltung einfach nur jedem ans Herz legen. Da steckt so viel Herzblut auch der Veranstalter drin was spür- und erlebar wurde. Ostara ist für mich ein tolles Projekt sich entwickelnder neuheidnischer Kultur.

Ostara 2017

Unser Ostara-Fest begann abenteuerlich. Wir wollten zu unserem Blótplatz mit dem überhängenden Felsen. Auf dem Weg dorthin standen wir allerdings plötzlich mitten im Wald vor einer Sperrung wegen Baumfällarbeiten. Nach einem kurzen Moment der Ratlosigkeit fanden wir allerding nicht weit entfernt eine Schutzhütte. Diese Hütte und der Platz davor waren für unser Fest ebenso gut geeignet und wir machten uns voller Vorfreude an die Vorbereitungen.

Nachdem die Vorbereitungen, wie z.B. den Winter aus Stöcken und Stroh bauen, abgeschlossen und der Altar und die Hütte geschmückt waren, schritten wir mit Dieter den Blótplatz dreimal ab um den Platz der Nemetona zu weihen.

 

Cornelis führte dann seine eindrucksvolle Hammerweihe durch und Erinn weihte das Feuer mit Salz und Hefe. Anschließend entzündeten wir unsere drei Fackeln am geweihten Feuer.

Nun war es an der Zeit die Götter, Ahnen und Wesenheiten einzuladen. Tristan begann mit Ostara, ich rief Nerthus und Cornelis rief Freyr und Gerda an und bekräftigte diese Anrufung durch den Vortrag eines selbstgeschriebenen Liedes. Nach der Anrufung weiterer germanischer und keltischer Gottheiten rundeten wir die Anrufungen durch das Singen des kurzen Liedes „Kommt ihr Wesen“ ab.

Jetzt wo alle wohlgesonnenen Wesen eingeladen waren, konnten wir also auch das Brot teilen, führten das Speisopfer durch und Tristan weihte die Hörner mit Viez und Apfelsaft der Idunna. Astrid führte noch ein privates Trankopfer für ihre Ahnen durch mit starkem und vom Vater gebrannten Trauben-Honigbrand, was sich sehr stimmig in das ganze Ritual einfügte.

Da Ostara ein Frühlingsfest ist, bei dem das werdende und junge zarte Leben im Zentrum steht, säten wir zu Ehren der gastgebenden Wesen des Ortes einige Kräuter und andere Sämereien um den Platz.

Ostara steht aber auch für die Verabschiedung des Winters und da griffen wir jetzt die Tradition des Winteraustreibens auf. Wir bauten ja vorher eine Strohpuppe, die für den Winter stehen sollte. Ich hielt sie hoch und sprach:

Nun treiben wir den Winter aus,

Wir treiben ihn über Berg und Tal

Jetzt wurde die Puppe dem Feuer übergeben, welches das Stroh auch gierig verschlang.

Nun trieben wir den Winter aus,

Und bringen den lieben Sommer wieder,

Den Sommer und auch den Maien,

Der Blümlein sind mancherleien

Das Blót wurde dann mit dem Sumbel weitergeführt, das sich natürlich wieder über etliche Runden erstreckte und das Band der Gemeinschaft wieder spürbar festigte.

Nach dem Sumbel folgte aber nicht etwa die Beschließung, sondern der Frühling wurde noch mit Folienkartoffeln, Eiern und grüner Soße weitergefeiert.

Satt und zufrieden beschlossen wir dann zu später Stunde das Blót, dankten den Göttern für ihren Schutz, löschten das Feuer und fuhren schließlich nach Hause.

 

 

Wichtige Änderung zu den Stammtisch-Terminen

Der Stammtisch findet ab jetzt immer monatlich an jedem zweiten Dienstag im Monat  ab 19:00 Uhr im Restaurant Postillion in der Herzogenbuscher Straße, Trier statt. Die Tage werden aber stets hier veröffentlicht.

UPDATE 28.04.2017:

Nachdem sich der regelmäßige Termin nicht bewährt hat, kehren wir zum alten Modell zurück und suchen die Tage individuell nach Abstimmung!

Jul 2016/2017

Am Samstagabend den 07.01. haben wir uns bei eisigen Temperaturen getroffen um gemeinsam das Julfest zu feiern. Nachdem wir dann geschlossen von einem Parkplatz in der Nähe zum Platz fuhren begannen wir damit den atemberaubenden Platz mit dem natürlichen Fels-Altar zu schmücken und stimmten uns bereits auf das kommende Fest ein.

  

Nachdem das Feuer brannte wurde es sogar so warm das man die Jacken hätte ausziehen können, da die Wärme von den überhängenden Felsen reflektiert und gehalten wurde.

Nachdem Astrid mit drei lauten Hornstößen die Zeremonie einleitete begann Cornelis schließlich mit der selbstgeschriebenen Hammerweihe und Andreas weihte das Feuer. Wie immer entzündeten wir nun die Fackeln auf die drei Ebenen Asgard, Midgard und Utgard.

Ich rief Wodan und Holle an, gefolgt von Freyr, Uller und Skadi um diese zum Feste einzuladen. Aus dem Kreis wurden anschließend noch viele andere germanische und keltische Götter eingeladen.

Nach der Einladung an die Götter wurden dann die Ahnen in die Runde gebeten.

Als die Einladungen alle ausgesprochen waren konnte das Fest also beginnen und ich weihte den Met dem Wodan und den Apfelsaft der Iduna.

Das Opferbrot in Form eines Ebers, das Jolagalt, wurde Freyr geweiht, und wir teilten es dann mit Göttern und Ahnen.

Es folgten nun die Sumbelrunden, und es machte sich nun auch ein anderer Gast bemerkbar und unser Sumbel wurde sehr lange von dem lauten Rufen eines Käuzchens begleitet. Wie bei uns üblich wurde lange, ausdauernd und zunehmend emotionaler gesumbelt. Es wurde viel über neue anstehende Dinge im noch jungen Jahr nachgedacht und das alte Jahr verabschiedet.

Schließlich beendete ich das Blót und dankte Thor/Donar für seinen Schutz.

Ich danke allen für ihr Kommen, und wir haben auch an alle gedacht die gerne gekommen wären aber nicht konnten, bzw. die die zu unserer Gruppe gehören und nicht dabei waren. Es war ein tolles, stimmiges und lockeres Blót, das Spaß, Freude und Emotionen vermitteln konnte.

Abgrenzung zur Irminsul auf den Externsteinen

Wir als Gruppe von Heiden distanzieren uns von einer solchen Aktion und dieser Symbolwirkung!
Hier wurde (neben dem strafrechtlich relevanten Hausfriedensbruch und dem Verstoß gegen den Denkmalschutz und einem dadurch resultierendem Feuerwehreinsatz) ein Kontext hergestellt zwischen einen Symbol das bei germanischen Heiden sehr beliebt ist, einem Ort der ebenfalls oft als Kraftort oder Kultplatz gehandelt wird (die Authentizität des Symbols oder des Platzes als Kultort soll an dieser Stelle nicht das Thema sein) und brauner Ideologie, geschehen durch die Farbgebung (Reichsfarben) der Irminsul. Wir bedauern sehr das durch einige Spinner aus rechten Kreisen jetzt wieder öffentlich ein Bild von einem Heidentum projeziert wird, gegen das wir als Heidenstammtisch Trier aufklären und gegen das wir uns entschieden abgrenzen!
 
Ergänzung 06.01.2017
Mittlerweile haben die Vereine Eldaring e.V., Celtoi e.V und VfgH e.V. da ein offizielles Statement in Form einer Presseerklärung verfasst, dem wir uns da natürlich vollumfänglich anschließen:

 

Stellungnahme / Presseerklärung der Vereine Eldaring e.V., Verein für Germanisches Heidentum (VfGH) e.V. und Celtoi e.V.

In der Nacht des 31.12.2016 wurde eine stilisierte „Irminsul“ in den Farben weiß-rot-schwarz auf den Externsteinen, einer Felsformation des Teutoburger Waldes im Kreis Lippe, von Unbekannten nach Art eines Gipfelkreuzes angebracht.

Dass die fragliche Irminsul-Nachbildung in den Farben des Kaiserreichs und des 3. Reichs gehalten wurde, legt nahe, dass es sich höchstwahrscheinlich um eine politisch motivierte Tat aus dem rechtsextremen Spektrum handelt. Mithin wurde ein religiöses Symbol für einen politischen Zweck missbraucht – mal wieder.

Wir verurteilen diese Tat in aller Deutlichkeit und hoffen, dass die Täter ermittelt und zur Verantwortung gezogen werden. Wer immer für diese Aktion verantwortlich ist, hat eine Straftat begangen und dem Heidentum einen Bärendienst erwiesen. Den politischen, insbesondere rechtsextremen Missbrauch heidnischer Symbolik, in diesem Falle der Irminsul, verurteilen wir auf das Schärfste! Wir wehren uns mit Nachdruck gegen Versuche der Vereinnahmung heidnischer Symbole durch rechtsextreme Kreise.

Die Irminsul – auch Ermensul – wird in heidnischen Kreisen als Symbol des Lebensbaumes verstanden und oft mit der Yggdrasil der isländischen Überlieferung gleichgesetzt. Die Yggdrasil verbindet die neun Welten der nordeuropäischen Mythologie miteinander. Im Zuge des Eroberungskrieges Karls des Großen gegen die Sachsen im 8. Jahrhundert soll eine für den Kult der Sachsen bedeutsame Irminsul durch die Franken vernichtet worden sein. In Erinnerung an die altsächsische Irminsul wird von vielen Neuheiden heute eine stilisierte Irminsul als Symbol ihrer religiösen Identität verwendet.

Ob die Externsteine in vorchristlicher Zeit Schauplatz kultischer Handlungen waren, ist nicht belegt. Die Externsteine sind jedoch ein ehrfurchtgebietendes Naturdenkmal und sollten als solches gewürdigt und respektiert werden. Jedwede Instrumentalisierung der Externsteine für extremistische Inszenierungen lehnen wir in aller Deutlichkeit ab.

Die Vorstände des Eldaring e.V., VfGH e.V. und Celtoi e.V.

Der Heidenstammtisch Trier wünscht…

… allen Mitgliedern und Freunden ein schönes Julfest, eine tolle Wintersonnenwende und ruhige und besinnliche Rauhnächte!

Wir bringen nun ein bewegtes Jahr zu Ende. Jeder bringt wichtige Kapitel zum Abschluss, oder beginnt neue. Für jeden steht das scheidenende Jahr für mehr oder weniger große Veränderungen. Gerade in unserer Gruppe standen oder stehen viele persönliche Veränderungen an. Auch als Heidenstammtisch sind wir einen neuen Weg gegangen in dem wir zum Beispiel das Hochwald-Thing veranstaltet haben.

Auch ganz allgemein ist das Jahr ein schwieriges Jahr gewesen und es sind weltweit Dinge geschehen und Entwicklungen vonstatten-gegangen die uns durchaus allen Sorgen bereiten. Wir denken beim Ahnengedenken zum Julfest und den Rauhnächten auch an die, die dieses Jahres von uns gegangen sind. Sei es ob sie uns persönlich bekannt waren, ob sie Idole von uns waren (denn auch solche sind dieses Jahr sehr viele gestorben), ob sie Opfer des Terrors, des Krieges, Verbrechen oder politischer Entwicklungen waren. Hegen wir die Hoffnung, dass das nächste Jahr insgesamt friedlicher wird.

Positives beginnt aber im kleinen. Bei jedem selbst und auch in unserer Gruppe. Uns ist es bisher gelungen Offenheit zu demonstrieren und trotz persönlicher und religiöser, bzw. spiritueller Unterschiede zusammenzuhalten und den Heidenstammtisch so zu einem Ort des lebendigen Austauschs und des gelebten Heidentums zu machen. Diesen Gedanken und diese Motivation  müssen und werden wir weiter führen.

Ich freue mich auf das nächste Jahr mit dem Heidenstammtisch Trier, auf den Austausch, die bekannten und neue Gesichter!

Daniel

 

Ahnenfest/ Winternacht/ Samhain 2016

Text von Vanessa und Tristan

Am 29.10.2016 veranstalteten wir wieder ein Blót, im Namen des Heidenstammtischs Trier. Dieses fand in Aach, in einem Waldstück statt, wo die Natur wieder ihr Bestes gegeben  hat.

Wir trafen uns um 18 Uhr und gingen dann gemeinsam mit einer Gruppe von 8 Personen zum Blótplatz. Dort angekommen schaute man auf einen Sandsteinberg der den Ritualplatz schützend umgab. Am unteren Rand dieses schützenden „Walls“ befand sich ein Steinvorsprung , an der Seite stand ein großer Opferfelsen , den wir als Altar verwenden wollten, in der Mitte befand sich außerdem eine Feuerstelle.

Passend zur Winterzeit setzte die Abenddämmerung ein und wir richteten unseren Blótplatz her. Wir begannen mit dem Altar, Kerzen wurden darauf und in der Umgebung aufgestellt, Opfergaben wurden davor abgelegt, alles fand seinen Platz , Horn, Met, Salz , Hefe , Räucherwerk usw.

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Um die Feuerstelle wurden vier Runen in Lage der Himmelsrichtung gelegt.

Die Blótleitung wurde von Daniel übernommen, der mit der Hammerweihe begann. Danach wurde der Blót-Kreis geschlossen und es erfolgte die Feuerweihe welche von Tristan vollzogen wurde. Während dieser Weihe wurde besonderes Augenmerk auf das Licht und die Wärme des Feuers als Wegweiser für unsere Ahnen gelegt, sodass sie den Weg durch die dunkle Jahreszeit in unseren Kreis finden mögen. Nach der Feuerweihe entzündeten wir drei Fackeln, eine für Asgard, eine für Mitgard und eine für Utgard. Jeder „Fackelträger“ verlor ein paar passende Worte über jene Welt die seine Fackel symbolisierte während er diese entzündete.

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Anschließend wurden die Götter, Ahnen und Wesenheiten des Platzes eingeladen um mit uns dieses Fest zu durchschreiten. Als  Gottheiten für dieses Fest wurde Wodan, Holle, Heimdall und Hel angerufen, für letztere opferten wir Absinth, um sie willkommen zu heißen in unserem Kreis. Nachdem die Blótleitung allgemeine Einladungen ausrief, wurden wie es Brauch in unserer Gruppe ist, reihum persönliche Einladungen sowohl auf einzelne Gottheiten als auch bestimmte Ahnen ausgesprochen. Gefolgt vom Speisopfer, das dieses mal ein Brot in Form eines Pferdes war, welches unsere Sorgen, Anliegen und Gedanken durch die Welten tragen sollte. (Anmerkung von Daniel: Erwähnen sollte man noch das Trankopfer. Wir haben diesmal nur Viez (regionale Variante des Apfelweins) und Apfelsaft, statt wie üblich Met, verwendet und das Trankopfer Idunna geweiht)

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Nach dem Speisopfer wurde in vier Sumbelrunden das Horn auf die Götter/ Ahnen/ Wesenheiten des Platzes und auf unsere Gruppe erhoben, gefolgt von ca. fünf persönlicheren Runden. Anschließend beendeten wir das Blót und bedankten uns für den Schutz den Thor uns und diesem Platz gewährt hat. Das Feuer ließen wir noch etwas brennen und schauten noch eine Weile nachdenklich in die umhertanzenden Flammen, bis wir dann schließlich wieder in den Alltag zurückkehrten.

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Durch den Sandsteinüberhang blieb es am Feuer mollig warm, sodass wir noch weiter Minuten ums Feuer herum stehen  konnten um uns zu unterhalten, bis wir dann letztendlich das Feuer löschten und den Kreis öffneten.

Es war wie immer ein sehr schönes behagliches aber auch nachdenkliches Blót, an einem der wunderschönsten und meines Erachtens spirituellsten Plätze die ich je kennen lernen durfte, bei dem das Gefühl von Anfang an gestimmt hat.

 

Wir werden drei!

In diesem Monat jährt sich unser Stammtisch nun bereits das dritte Mal. Und wie jedes Jahr nehme ich das auch dieses Jahr wieder zum Anlass ein paar Worte zu verlieren.

Unsere Entwicklung hat sich fortgesetzt und der Stammtisch konnte sich weiter etablieren. Wir haben uns dieses Jahr das erste mal an eine größere Veranstaltung, das Hochwald-Thing, gewagt und diese allen Widrigkeiten zum Trotz zu einem Erfolg werden lassen.

Auch hatten wir in unserem Kreise zwei Eheleiten zu feiern, die schön gezeigt haben das wir uns als Heidengruppe immernoch individuell entwickeln und das das Ergebnis eines reibungslosen und gewinnbringenden Austauschs ist.

Wie in allen Gruppen, so gibt es auch in unserer unterschiedliche Auffassungen und unterschiedliches Ausleben von Spiritualität und Heidentum, von Erwartungen an die Gruppe und der Einsatzbereitschaft der Einzelnen. Natürlich gibt das in Einzelfällen mal Spannungen oder Meinungsverschiedenheiten. Mal unabhängig davon das wir es bisher als Gruppe immer recht harmonisch und einvernehmlich lösen konnten, möchte ich darauf kurz eingehen, da ich denke das mit fortschreitendem Wachstum der Gruppe auch diese Problematik wächst und die Erwartungshaltungen sich womöglich ändern könnten.

Nach meiner Auffassung ist ein Ritual, ein Blót, ein Gemeinschaftserlebnis – eine Feier in einer Runde von Menschen, Göttern, Ahnen und anderen Wesenheiten. So ein Blót in großer Runde ist nicht zur Befriedigung jedes individuellen spirituellen Bedürfnisses des Einzelnen gedacht, – das geht in großer Runde einfach nicht -, sondern ein gemeinschaftliches Begehen eines Festes.  Jeder einzelne der das Heidentum, egal welcher Form, lebt  sollte im Stande sein im kleinen Kreis für sich, mit engen Freunden oder der Familie Rituale zu begehen die individuell auf das eigene Seelenheil abgestimmt sind und die auf die eigenen Bedürfnisse eingehen. Jeder der zu einer Heidengruppe stößt sollte sich bewußt sein, das es um Austausch und Gemeinschaft geht – und man deshalb nicht mit jeder spirituellen Ansicht oder mit jeder Gottheit, oder Wesenheit immer konform sein kann. Das erfordert im gemeinsamen Ritual, genau wie bei einer Diskussion beim Stammtisch, die Bereitschaft für Kompromisse, den Respekt füreinander und das Akzeptieren anderer Auffassungen, die mit dem Selbstverständnis unserer Gruppe einhergehen.

Wie schon gesagt konnten wir uns beim Heidenstammtisch Trier immer genau das auf die Fahnen schreiben und deshalb funktioniert auch unser Konzept ein Stammtisch für alle heidnischen Richtungen zu sein.

Auch in Sachen Vernetzung konnten wir unsere Kontakte ausbauen und stehen über verschiedene Medien im regelmäßigen Dialog mit anderen Gruppen und Stammtischen.

Ich freue mich das wir in den drei Jahren, die es unseren Heidenstammtisch Trier nun gibt, nicht stagniert haben und uns immer weiter entwickeln konnten. Dafür danke ich jedem einzelnen!

Hoch die Hörner auf den Heidenstammtisch Trier!

Hochwald-Thing 2016

Der Heidenstammtisch Trier hat das erste mal im Namen des Eldaring e.V. ein Wochenende mit Programm organisiert, das Hochwald-Thing.

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Wir begrüßten die Teilnehmer am Eingang der Jugendherberge Hermeskeil am morgen und warteten bis alle gut gelaunt eingetroffen sind. Diese Jugendherberge machte einen tollen Eindruck, war beschaulich und gepflegt und die Mitarbeiter freundlich.

Da wir ja zu einem Thing einluden, denn es war eine Versammlung, zu der bei vielen Gruppen und Stammtischen eingeladen wurde, und das Angebot und Programm darauf ausgerichtet war viel über die Kelten zu erfahren, wurde schließlich ein Thingfrieden ausgerufen.

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Dazu rief Marius mit dem Rufhorn die Versammlung ein und der Thingfrieden wurde ausgerufen. Ab sofort sollte jeder Hader und Zwist der Gruppe fernbleiben.

Anschließend machten wir uns fertig für die Wanderung nach Otzenhausen. Als wir losgingen waren die Temperaturen noch sehr angenehm, es war sonnig und warm – das sollte sich bald in sonnig und heiß ändern.

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Zwischendurch machten wir natürlich auch eine Rast in einer Schutzhütte, wo wir mit einem herrlichen Ausblick auf den Stausee belohnt wurden.

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Nach drei Stunden Wanderung sind wir schließlich ziemlich durchgeschwitzt in Otzenhausen angekommen und warteten dort auf die Führerin, welche uns auf witzige und informative Weise in das Leben der alten Treverer hineinversetzte.

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Durch ihr tolles und lustiges Schauspiel, mit dem sie uns alles aus den Augen eines Findelkinds der Treverer, die bei dem Druiden der Siedlung aufwuchs, schilderte, konnten wir den immernoch eindrucksvollen Ringwall und die Orte die sie uns zeigte mit ganz anderen Augen sehen und die Gebäude, die Schmiede und der Wall wuchsen in unserer Vorstellung gradezu wieder aus der Erde und die alten Treverer wurden in unserer Fantasie wieder lebendig und wir erlebten ein Kapitel des gallischen Krieges mit.

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Die Führung endete dann im Keltendorf, in dem verschiedene Häusertypen authentisch nachgebaut wurden und eine keltische Siedlung nachgestellt wurde.

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Nach der Führung fuhren wir nach nunmehr sechs Stunden in der Hitze nun wieder in die Jugendherberge und die Zimmer wurden bezogen und das Abendessen in der Grillhütte vorbereitet.

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Frisch gestärkt nach Salaten, Grillfleisch, Würstchen und Gemüsespießen versuchten wir uns am Singen des ersten Merseburger Zauberspruchs – was garnicht so einfach ist – sich bei Siegfried aber einfach phänomenal angehört hat. Das müssen wir bei nächster Gelegenheit mal wiederholen und vertiefen! Anschließend fuhren wir dann am Abend zu einem Platz um das Ritual zu feiern.

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Nachdem der Platz gereinigt wurde haben drei Hornstöße die Zeremonie eröffnet. Sie wurde begonnen mit einer keltischen Platzweihe, der Anrufung der Nemetona. Dazu umrundete Dieter dreimal das Rund und sang die Anrufung. Ich folgte ihm und spritzte etwas Quellwasser in die Gemeinschaft.

Es folgte eine Hammerweihe von Cornelis und anschließend die gemeinsame Feuerweihe von Astrid und Cornelis.

Zum Beginn der Anrufung und Einladung der Wesenheiten wurde nun das Liedchen „Kommt ihr Wesen“ gesungen. Danach wurden Anrufungen an Epona, Asen und Wanen, die Alben und die Ahnen gesprochen. Die Anrufung an Epona, welche im Treverer-Land eine sehr starke Verehrung erfuhr, wurde von Dieter vorgetragen. Es war eine sehr gefühlvolle Anrufung, zu der auch der ganze Kreis mitwirken konnte, in Form eines rekonstruierten neugallischen Antwortsatzes der lautete Épona diruch adhith“ was „Epona, Ehre Dir“ bedeutet.

Weiter ging es mit einer Speis-und Trankweihe. Anschließend wurde noch das Mehl geweiht mit dem das Julbrot gebacken wird.

Nun wurde es nochmal keltisch und es wurde für die Gruppe ein Zeichen gelesen. Dazu hielt Dieter eine Räucher-Schale in den Wind und wir verfolgten in welche Richtung der Rauch abzog. Als die Richtung klar war folgte ein Spruch für die Gruppe.

Jetzt wurde gesumbelt. Astrid eröffnete die erste Runde. Und es wurden viele mehr. Wie eigentlich immer ist das Sumbel das Herz des Rituals und besonders in den freien Runden spürt man die gelebte Gemeinschaft.

Zur Beschließung wurde das Herdfeuerlied gesungen und schließlich der Thingfrieden aufgehoben.

Müde, vom anstrengenden aber schönen und lehrreichen Tag, machte man sich nun auf den Weg in die Jugendherberge oder auf den Heimweg.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle Teilnehmer für ein gelungenes und harmonisches Miteinander, an alle Mitwirkenden an der Ritualplanung, der Programmgestaltung, den Anbietern der Schlechtwetter-Alternativen, die wir ja glücklicherweise nicht brauchten, der witzigen und kompetenten Führerin durch den Ringwall, den Mitarbeitern der Jugendherberge und nicht zuletzt dem Vorstand des Eldaring e.V. die uns immer beratend zur Seite gestanden haben und auch den Rücken stärkten als die Vorbereitung durch unerwartete Schwierigkeiten etwas ins Holpern kam.

Eheleite Sonja und Dennis

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Beim Heidenstammtisch Trier hatten wir am Samstag nun bereits das dritte Mal die Ehre und das Vergnügen eine Eheleite zu feiern. Das tolle ist das alle drei Paare ihre jeweiligen Eheleiten anders feierten und interpretierten und so deutlich wurde das hier kein liturgisches Programm abläuft, sondern solche Feste individuell an das Brautpaar, den Platz und an die Gäste (nicht nur an die menschlichen) angepasst werden.

Nun möchte ich aber von dem tollen Hochzeitsfest am vergangenen Wochenende berichten. Wir wurden zu einen etwas abseits gelegenen Platz in Trier-Olewig eingeladen. Das Wetter war toll, wir hatten strahlenden Sonnenschein und es war warm.

Als wir den Platz erreichten musste ich mich wieder fragen wo immer alle diese tollen Plätze finden. Es war eine Wiese, von einem kleinen Bach eingerahmt mit einer Hütte, dazu wurde ein großes Zelt aufgebaut. In der Mitte um einen Baum war der Blótplatz mit Altar platziert.

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Drumherum waren mit Decken abgedeckte Heuballen und Bierbänke aufgestellt.

Der Platz und die Herrichtung strahlten eine unglaubliche Gemütlichkeit und Entspanntheit aus.

Pünktlich wurde von Marius, welcher die Eheleite leiten durfte, mit einem Rufhorn zur Zeremonie gerufen. Ein Unterschied zu den bisherigen Hochzeiten war allerdings das es hier nicht die klassischen Kreise gab, sondern die Gäste verteilten sich auf die Heuballen und Bierbänke, die ja um den Blótplatz verteilt waren. Um das Feuer herum saßen das Brautpaar und der engste Familienkreis.

Marius begann mit dem Hammerritual und der Feuerweihe. Anschließend wurden vom Brautpaar und aus dem Kreis der Familie und Freunde des Brautpaars Götter, Ahnen und Wesenheiten zum Fest eingeladen. Es folgte das Speis – und Trankopfer. Nach dem Trankopfer, welches in einem sehr imposanten Horn zelebriert wurde, folgte eine Sumbelrunde im engen Familienkreis des Brautpaars. Nun ist es ja immer sehr interessant wenn Familienmitglieder, die mit dem Heidentum nicht viel zu tun haben, bzw. noch keine Berührungspunkte damit hatten, in so ein Ritual mit einbezogen werden. Die Familien des Brautpaares allerdings hatten keinerlei Berührungsängste und jeder aus dem Kreis hat dem Brautpaar sehr schöne und berührende Segenswünsche mit in die Ehe gegeben.

Nun waren die beiden aber selbst dran und das Brautpaar begann mit ihren Ehelgelübden. In diesen Ehelgelübden erzählten sie auch auf eine ehrliche, humorige und berührende Weise von ihrem kennenlernen und dem Wachsen der Beziehung und der Gefühle zueinander. Die Gäste waren zwischen Lachen und Tränen hin – und hergerissen.

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Nun folgte ein weiterer großer Unterschied zu den bisherigen Eheleiten unserer Gruppe. Statt einer klassischen Ringweihe setzte sich das Brautpaar an einen kleinen Nebenaltar der bereits entsprechend vorbereitet war und sie tätowierten sich gegenseitig ein Ring auf den Finger des anderen. In dieser Zeit gingen Körbchen mit Zetteln und Stiften durch die Gästereihen, mit der Bitte dort die Wünsche für die Ehe niederzuschreiben.

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Als die beiden fertig waren, übergab Marius die nun eingesammelten Zettel mit den Segenswünschen der Gäste dem Feuer mit der Bitte an die Götter und Ahnen diesen niedergeschriebenen Wünschen ihre Aufmerksamkeit und Hilfe zu bieten.

Anschließend wurde die Zeremonie beendet und es begann das gemütliche Gelage mit der Familie und den Freunden!

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Ich wünsche den beiden hier nochmals im Namen des Heidenstammtisch Trier alles Gute für ihre Ehe und das sie sich ihre Verliebtheit immer bewahren!