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Offizielle Anerkennung des Heidentums?

Immer wieder kommt mit beständiger Regelmäßigkeit, in sozialen Netzwerken oder Foren, die Diskussion um eine offizielle Anerkennung des Heidentums als Religion auf. Oder es gibt Initiativen oder Gruppen, welche aus aktionistischen Motiven genau dieses erreichen wollen.

Es wird dann auf Island und Schweden, oder auch die U.S.A. verwiesen, wo heidnische Gruppen diesen Status erreicht haben.

Da diese Diskussionen immer ähnlich ablaufen, habe ich mir überlegt dieses Thema mal rechtlich aufzuarbeiten.

Um was genau geht es bei einem solchen Vorhaben denn eigentlich genau? Was ist die Motivation für das Bestreben, sowas wie eine heidnische Kirche aufzubauen? Was ist der Unterschied zu einem Verein? Und vor allem die Frage ob wir in Deutschland überhaupt die gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine staatliche Anerkennung haben, bzw. wie diese aussehen könnte. Diese Fragen möchte ich in diesem Artikel beleuchten und klären.

Fangen wir doch einfach mal mit unserem höchsten Gesetz an, dem Grundgesetz – unserer Verfassung:

Art. 4 Grundgesetz

(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

(3) …

Wie das im Grundgesetz bei den Grundrechten eigentlich immer der Fall ist, eine sehr allgemeine Regelung, welche ja erst durch die nachfolgende Gesetzgebung mit Leben gefüllt wird. Wichtig ist hier jetzt die Erkenntnis, dass nicht Religionsgemeinschaften oder Kirchen hier im Besonderen vor staatlichen Eingriffen geschützt werden sondern der Glaube, die Religion des Einzelnen. Hier ist also die Religionsfreiheit verankert. Man muss hier beachten, was viele nicht wissen – Grundrechte, also Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, Berufsfreiheit und alle anderen gelten immer nur gegenüber dem Staat, nicht gegenüber Privatpersonen oder privaten Firmen. Ich kann mich gegenüber meinem Nachbarn oder in Diskussionen in sozialen Netzwerken nicht auf Meinungsfreiheit nach dem Grundgesetz berufen (so als Tipp für die nächste Diskussion, wenn man vermeintlich wieder Meinungen ertragen muss, weil wir ja im Grundgesetz die Meinungsfreiheit verankert haben).

Das bedeutet im Übrigen auch, dass wir keine Staatskirche in Deutschland haben. Wer jetzt mit Kirchensteuer und insbesondere den großen christlichen Kirchen dagegen argumentiert, den verweise ich auf den weiteren Text. Auf die Rechtsstellung der Kirchen gehe ich später noch ein.

Grundrechtsträger, also Personen die von diesem Grundrecht vor staatlichen Eingriffen geschützt sind, sind also (und hier greife ich jetzt etwas vor, sonst wird der Text zu sperrig) natürliche Personen (vereinfacht: jeder einzelne Mensch) und juristische Personen. Bei juristischen Personen unterscheidet man juristische Personen des Privatrechts und juristische Personen des öffentlichen Rechts.

Juristische Personen des privaten Rechts sind z. B. Vereine und Kapitalgesellschaften (GmbH, AG, SE). Hier richten wir später besonderes Augenmerk auf den Verein, weil dieses Konstrukt, in heidnischen Kreisen eine Rolle spielt, insbesondere als Alternative zur angestrebten Anerkennung.

Bei juristischen Personen des öffentlichen Rechts wird es jetzt, im Hinblick auf dieses Thema, interessant. Wer zählt darunter? Im Grundsatz wird unterschieden zwischen Anstalten, Stiftungen und Körperschaften des öffentlichen Rechts. Hier interessieren uns jetzt nur die Körperschaften des öffentlichen Rechts (im Folgenden KdöR).

Auch hier muss ich etwas verkürzen, KdöR entstehen grundsätzlich durch Gesetz. Im Alltag begegnen uns diese z. B. in Form von Landes – und Gemeindeverwaltungen oder Berufskammern (z. B. IHK oder HWK). Also das was wir verkürzt als Behörden bezeichnen könnten.

Auch Religionsgemeinschaften können eine KdöR unter bestimmten Voraussetzungen gründen.

Zunächst muss es sich um eine Religionsgemeinschaft handeln, die eine ein solches Bestreben vorantreibt. Was aber ist eine Religionsgemeinschaft? Die einschlägige Facebookgruppe? Der Heidenstammtisch? Der Verein?

„Unter Religionsgemeinschaft ist ein Verband zu verstehen, der die Angehörigen ein und desselben Glaubensbekenntnisses oder mehrerer verwandter Glaubensbekenntnisse zur allseitigen Erfüllung der durch das gemeinsame Bekenntnis gestellten Aufgaben zusammenfasst.“ (BVerwG, Urt. v. 23.2.2005 – 6 C 2.04, BVerwGE 123, 49, 54

 

Religionsgemeinschaft ist demgemäß ein Personenzusammenschluss, der die allseitige Pflege einer Religion zu seinem zentralen Gegenstand hat und eine spezifische gemeinschaftliche Struktur aufweist und dabei ggf. besonderen Anforderungen an Dachverbände genügt. Das lässt sich juristisch noch weitergehend definieren, soll aber an dieser Stelle genügen (hier an dieser Stelle kann man das detailliert nachlesen PDF Download)

 

Für die weiteren Voraussetzungen zitiere ich der Einfachheit halber die Homepage des BMI (Bundesministerium des Innern, Bau und Heimat) Homepage BMI

Der Körperschaftsstatus ist anzuerkennen, wenn ihre Verfassung und die Zahl ihrer Mitglieder darauf schließen lässt, dass die Religionsgemeinschaft auch in Zukunft dauerhaft bestehen wird. Grundlage für diese Einschätzung sind der gegenwärtige Mitgliederbestand der Religionsgemeinschaft und ihre „Verfassung im Übrigen“.

Die dafür in der Staatspraxis herangezogenen Indizien (etwa eine Mindestbestandszeit) dürften aber nicht schematisch angewendet werden und die geforderte Gesamtbetrachtung stören. Zudem dürften nicht Umstände in die Beurteilung einfließen, deren Bewertung dem religiös-weltanschaulichen Staat verwehrt ist.

Das Bundesverfassungsgericht verlangt in seiner Rechtsprechung zusätzlich die Rechtstreue der Religionsgemeinschaft (BVerfGE 102, 370 ff. – Zeugen Jehovas, nebenstehender Link). Danach muss die Religionsgemeinschaft die ihr übertragene Hoheitsgewalt in Einklang mit den verfassungsrechtlichen und sonstigen gesetzlichen Bindungen ausüben. Sie muss die Gewähr dafür bieten, dass ihr künftiges Verhalten die in Art. 79 Abs. 3 GG umschriebenen fundamentalen Verfassungsprinzipien nicht gefährdet. Ebenso darf sie nicht die Grundrechte Dritter sowie die Grundprinzipien des freiheitlichen Religions- und Staatskirchenrechts des Grundgesetzes einschränken.

Wenn die genannten Voraussetzungen erfüllt sind, besteht ein verfassungsrechtlicher Anspruch auf Verleihung des Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts an die Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft. Schließen sich mehrere derartige öffentlich-rechtliche Religionsgemeinschaften zu einem Verband zusammen, ist auch dieser Verband eine öffentlich-rechtliche Körperschaft (Art. 140 GG i.V.m. Art. 137 Abs. 5 Satz 3 WRV).

Wie man sieht, dürfte es recht schwer werden als heidnische Religionsgemeinschaft dieses Status zu erlangen. Zum einen aufgrund der Mitgliederzahl (der größte heidnische Verein in Deutschland hat derzeit etwa 350 Mitglieder) und zum anderen dürfte auch die Bestandszeit des Vereines oder anderer Gruppierungen in Deutschland nicht ausreichen. Und selbst wenn man jetzt im ungebremsten Aktionismus vereinsübergreifend tatsächlich kurzfristig eine vierstellige Zahl (z. B. bei diversen Facebookgruppen) zusammenbekäme, wäre es kaum möglich hier von einer Religionsgemeinschaft im juristischen Sinne zu sprechen. Geschweige denn von einer Bestandsgarantie.

Das bringt uns aber zu der nächsten Frage. Was für Vorteile hätte denn so eine KdöR überhaupt, insbesondere gegenüber einem Verein?

Auch hier zitiere ich das BMI, die das schon sehr anschaulich dargestellt haben:

Zu den besonderen Rechten, die den Gemeinschaften verliehen werden, zählen beispielsweise

  • das Recht zum Steuereinzug bei ihren Mitgliedern
  • die Dienstherrenfähigkeit (Möglichkeit, die Rechtsstellung ihrer Bediensteten öffentlich-rechtlich auszugestalten)
  • die Rechtssetzungsbefugnis(für eigenes Binnenrecht, z.B. Regelungen zur innerkirchlichen Organisation und zum Mitgliedschaftsverhältnis)
  • das Recht kirchliche öffentliche Sachen durch Widmung zu schaffen

Darüber hinaus hat der Gesetzgeber mit dem Körperschaftsstatus für Religionsgemeinschaften eine Reihe von Einzelbegünstigungen verbunden (sog. „Privilegienbündel“). Dazu gehören zum Beispiel steuerliche Begünstigungen oder die Gewährung von Vollstreckungsschutz.

Demgegenüber ist beispielweise die Vertretung in öffentlichen und staatlichen Gremien (z.B. Rundfunkräten) nicht durchgängig an den Körperschaftsstatus geknüpft. Sie erfolgt häufig nur durch die Benennung der jeweiligen Religionsgemeinschaft als gesellschaftlich relevante Gruppe.

Auch viele weitere Rechte sind nicht an den Körperschaftsstatus geknüpft.

Dazu gehören zum Beispiel

  • der Betrieb von Einrichtungen wie Kindergärten oder Altenheimen
  • die Errichtung von Gebäuden, die religiösen Zwecken dienen
  • der Zugang zur Erteilung von Religionsunterricht nach Art. 7 Abs. 3 GG

Der Status der öffentlich-rechtlichen Körperschaft ist keine Voraussetzung dafür, dass eine Gemeinschaft überhaupt als Religionsgemeinschaft in Erscheinung treten oder die ansonsten Religionsgemeinschaften gewährten Rechte in Anspruch nehmen darf.

Unterm Strich darf man als KdöR also Steuern erheben (das machen übrigens meines Wissens nur die großen christlichen Kirchen) und Beamte für die Selbstverwaltung ernennen. Steuerliche Vorteile hat man als gemeinnützig eingetragener Verein ebenso. Diese Vorteile gegenüber einem eingetragenen Verein insgesamt, lasse ich jetzt einfach mal unkommentiert so stehen.

Soziale oder gesellschaftliche Anerkennung des Heidentums, um die es den meisten tatsächlich gehen dürfte, ist mit der Gründung einer KdöR nicht automatisch verbunden. Ich behaupte jetzt mal das sich an dem Ruf der Zeugen Jehovas oder anderer Freikirchen sich auch nach der neuen Rechtsform nichts geändert hat.

 

Fazit: Es gibt in Deutschland kein Anerkennungsverfahren wie  in vielen anderen Ländern. Es gibt lediglich die Möglichkeit als Religionsgemeinschaft die Rechtsform einer KdöR zu erlangen. Dessen Voraussetzungen sind weder für das organisierte Heidentum in Deutschland zu schaffen und erst recht nicht für das unorganisierte („freie“ Heiden). Darüber hinaus stehen die vermeintlichen Vorteile aus dieser Rechtsform gegenüber einem Verein in keinem Verhältnis zu dem Aufwand der zu betreiben wäre um so etwas zu gründen. Und mein ganz persönliches Fazit ist, dass interessanterweise diese Idee oft von Heiden kommt, die sich nicht an einen Verein binden wollen, weil sie Angst haben Ihre religiöse Freiheit würde beschnitten werden. Das eine KdöR und vor allem der Gründungsvorgang ein tatsächlich viel engeres Korsett wäre, als lediglich einem Selbstverständnis, welches sich im Wesentlichen gegen Extremismus und Diskriminierung ausspricht, zuzustimmen.

Stammtisch und Sommer-Blót 2020

Das Jahr 2020 war auch für den Heidenstammtisch Trier bisher ein sehr schwieriges Jahr, wie für nahezu alle  Menschen, Betriebe, Vereine und Gruppen. Der letzte reguläre Stammtisch war im Februar dieses Jahres und das letzte gemeinsame Blót ist noch länger her gewesen. Zwar hatten wir auch Online-Stammtische abgehalten und auch ein Online-Sumbel, aber ein reeles Miteinander kann dies nur schwerlich ersetzen.

Wir wollten also nach langer Zeit einen Stammtisch und auch ein Blót abhalten.  Wegen der Corona-bedingten Einschränkungen in der Gastronomie sollte der Stammtisch draußen stattfinden, was außerdem den Vorteil hatte, dass wir das mit einem Blót verbinden können. Aufgrund der Waldbrandgefahr sind wir nicht zu unserem gewohnten Ort in den Wald bei Aach gegangen, sondern haben uns einen Grillplatz in Ehrang ausgesucht. Dieser Platz war übrigens auch die Stätte des ersten gemeinsamen Blóts des Heidenstammtisch Trier vor fast sieben Jahren.

Abgemähtes Weizenfeld neben dem Platz

Grillplatz vor dem Herrichten

Unterstand beim Grillplatz

Ich war schon etwas früher da als die anderen Teilnehmer und habe den Platz schon etwas vorbereitet, Müll eingesammelt und das  Feuerholz und den Grill angeliefert, sowie die Bierbänke aufgestellt.

Nach und nach sind an diesem heißen Tag die Teilnehmer eingetroffen. Es war jedem einzelnen die Freude anzusehen, endlich wieder als Gruppe beisammen zu sein.

Einige Teilnehmer um das Grillfeuer

So verging die Zeit schnell mit Gesprächen und gemeinsamen Grillen.

Als es dann anfing zu dämmern, bereiteten wir das Blót vor und schmückten den Altar.

Sonnenuntergang über abgemähtem Weizenfeld

Altarbild mit Holz-Hammer, Ruf- und Trinkhorn, Tomaten und Schafgarbe

Altarbild mit Walnüssen

Altarbild in der Totale von rechts

Altarbild in der Totale von Links

Daniel am Feuer in der Dämmerung während der Blótvorbereitung

Wir schlossen den Kreis indem jeder im Kreis die Worte: „Ich bin…, ich bin hier“ sprach.

Fenris führte dann die Hammerweihe durch, und schützte so den geschlossenen Kreis. Ich weihte anschließend das Feuer für das Blót.

Blótfeuer

Jetzt wurden die Götter und Ahnen angerufen. Viele Götter wurden nach der allgemeinen Einladung an die Götter aus dem Kreis heraus gezielt eingeladen, ebenso auch bei den Ahnen.

Liam weihte nun das von ihm gebackene Brot und wir teilten es mit den Göttern, Ahnen und den Wesenheiten des Platzes.

Altarbild, Gebildbrot

Aufgrund der aktuellen Lage nutzten wir diesmal kein großes Sumbelhorn für die Trankweihe und das kommende Sumbel, sondern jeder hatte ein eigenes Trinkgefäß oder Horn dabei. Diese füllte ich nun mit Met auf und weihte Odin mit einigen Worten den Met .

Pascale und Richard hatten einige Werkzeuge mitgebracht, für welche sie den Segen der Götter erbaten. Ich rief dazu Thor an, den Meister des Hammers und bittete ihn um Stabilität der Werkzeuge, Schutz für die Benutzer und um handwerkliches Geschick derselben.

Es folgten daraufhin viele Sumbelrunden in denen sich die Teilnehmer Fröhliches, Trauriges, Lustiges und Ernstes von der Seele reden konnten und wieder einmal wurde deutlich warum das Sumbel das Herzstück eines jeden Blóts ist und das der Teil des Rituals ist, der die Gruppe zusammenschweißt.

Hinterher, es war mittlerweile nicht mehr weit bis Mitternacht, räumten wir den Platz gemeinsam auf und verabschiedeten und schließlich wieder in der Hoffnung, das es zu keiner so langen Zwangspause mehr kommen wird.

Es war sehr schön alle mal wieder zu sehen und ich freue mich auf die nächsten Veranstaltungen des Heidenstammtisch Trier!

 

 

Ein Blòt für Eir

Blòtbericht: „Ein Blòt für Eir“ von Fenris und Liam

Aufgrund der schwierigen Lage durch die Corona-Krise musste leider das gemeinsame Ostarafest des Heidenstammtisches Trier abgesagt werden. Das war sehr schade, aber angemessen und für jeden nachvollziehbar. Außerdem wurde auf ein kollektives Eir-Blòt, das von den Norwegern initiiert wurde, verwiesen. Dieses sollte am 22.03.2020 um 20 Uhr abgehalten werden, ein möglicher Ablauf wurde ebenfalls gegeben. Das Gute an diesem Blòt war, dass jeder es alleine durchführen konnte. Durch das gemeinsame und doch einsame Versammeln der teilnehmenden Heiden an diesem Blot zur selben Uhrzeit konnte das gesammelte Heil gemehrt werden.

Wir wollten super gerne auch am Eir-Blòt teilnehmen, aber aus logistischen Gründen mussten wir die Veranstaltung auf den nächsten Tag legen.

Am Montag, dem 23.03.2020, haben wir uns also auf den Weg zu unserem Blòtplatz gemacht. Der Platz liegt zwischen einigen Bäumen, nahe einer Feldlandschaft. Es war schönster Sonnenschein und wir haben uns erst einmal Zeit genommen um große, durch den Sturm heruntergefallene, Äste zu beseitigen und den erwachenden Frühling um uns herum wahrzunehmen.

Außerdem haben wir Vogelfutter nachgefüllt. Im Vergleich zum Winter hatte sich natürlich Vieles verändert und durch die lange Regenperiode (beginnend im Januar bis Anfang März) war ein Besuch des Ortes kaum möglich. Umso mehr freute uns der Anblick erster Blüten an den Bäumen und Blumen.

Anschließend dekorierten wir unseren kleinen Altar, eine recht kompakte, quergestellte Holzkiste. Was sehr spartanisch klingt ist aber in Wirklichkeit voller Charme. Im unteren Teil der Kerze platzierten wir eine große Gartenkerze als Ersatz für unser „Heiliges Feuer“ (auf ein richtiges Feuer haben wir aus mehreren Gründen verzichtet), sowie unser Trinkhorn für das später folgende Sumbel.
Oben auf unseren Altar stellten wir einige Räucherwerke und weitere Kerzen. Auch unsere Opfergaben nahmen dort Platz: für Eir, die süße Gaben bevorzugt, hatten wir frischgepressten Orangensaft, regionalen Honig und Agavensaft mitgebracht.

Vor dem Altar hatten wir wieder einige Kerzen aufgestellt, auf denen die Weltenesche Yggdrasil zu sehen ist. Letztendlich werteten wir das Gesamtwerk noch durch einige Dekorationselemente auf, darunter auch einen selbstbemalten Runenstein.

Bevor wir mit dem Blòt begannen führten wir noch eine kurze Platzweihe durch und legten dann den dazu verwendeten Thorshammer ebenfalls auf den Altar.

Bei der Durchführung des Blòtes hielten wir uns hauptsächlich an das Skript (s.o). Wir eröffneten also unser Ritual, indem wir unser Licht entzündeten und einen Spruch sprachen, sowie die Runen Lagus, Jera und Mannaz in die Luft malten. Es folgten weitere Strophen, sowie die Opferungen der Gaben. Da unser Feuer zum Opfern natürlich nicht ausreichte wählten wir einen unserer Bäume aus und stellten die Gaben dorthin.
Anschließend folgte unser Sumbel, das Herzstück eines Blòts. Tatsächlich sumbelten wir weder mit Met, noch mit Viez, so wie es sonst beim Stammtisch der Fall war. Wir tranken einfaches Leitungswasser, was, wie wir finden, aber gut zum Anlass passte. Schließlich ist Eir die höchste Heilerin und Wasser ein Symbol der Reinheit und des Lebenspendenden und somit auch der Heilung. Wir erhoben also unser Horn, sprachen einen kurzen Spruch und offenbarten dann unsere Wünsche zur Besserung der schwierigen Lage. Anschließend tranken wir, wie gewohnt, auf die Götter, die Ahnen und die Wesenheiten und ergänzten offene Runden.
Letztendlich erfolgte mit weiteren Versen die Öffnung des heiligen Raums und das Löschen des Lichtes.

Fazit: Zu Zweit war das Blòt natürlich nicht deckungsgleich mit denen, die wir sonst in größerer Runde durchführen, aber es hatte dennoch etwas ganz Besonderes. Wir sind froh am Eir-Blòt teilgenommen zu haben und wünschen allen von Herzen viel Kraft und Gesundheit, gerade in dieser schweren Zeit.

Liam und Fenris

Herbstblót von Rheingold des Eldaring e.V. in Berkum 2019

Text von Pascale und Richard

Gegen 19:30 Uhr kamen wir als die Letzten mit einiger Verspätung auf dem schönen Grillplatz in Berkum an. Da wir vorher noch für unsere Firma im Kundeneinsatz waren, hatten wir leider das erste Blót verpasst.

© Christian – Der Altar am Nachmittag

© Christian – Der innere Kreis des Nachmittagsblóts mit Jera-Rune

© Christian – Der Altar am Nachmittag
Jera-Rune

Sebastian drückte Richard erst mal ein Bier in die Hand, während Pascale das mitgebrachte Grillgut zum Grillmeister Christian brachte. Dieser war ob der 1,7 Kilo Rippchen zunächst etwas skeptisch, versprach uns aber, sein Möglichstes zu tun, um uns noch vor 02:30 Uhr satt zu bekommen. Die Götter hatten jedoch offensichtlich ein Einsehen mit uns und haben uns daher in weiser Voraussicht bereits vorgegartes Fleisch einkaufen lassen, weswegen der Schmaus dann doch schon nach einer halben Stunde vom Rost genommen werden konnte.
Im Rahmen der Blótvorbesprechung einigten wir uns dann auf drei Sumbelrunden zu Ehren der Götter, der Ahnen und Wesenheiten des Ortes und/oder allgemeiner Natur.
Heike und Rex hatten den Blótplatz wundervoll hergerichtet. War nachmittags eine Jera-Rune im Zentrum der Kreise, war es nachts eine Feuerschale. Um das Opferfeuer herum hatten sie einen
inneren Kreis aus Hölzchen gelegt und darin acht Kerzen platziert, die die Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen symbolisierten und dem ganzen noch mehr Stimmung verliehen. Die anderen
Kerzen standen für die keltischen Feste Samhaim usw. Der äußere Kreis war an einer Stelle, einem Törchen ähnlich, geöffnet; nachdem wir Teilnehmer dort den Kreis betreten hatten, wurde der Ring
geschlossen und die Zeremonie begann.

© Christian – Der innere Kreis des Nachtblóts mit Feuerschale

© Pascale – Der innere Kreis des Nachtblóts mit
Feuerschale

© Pascale – Der Altar am Abend

© Christian – Der Blótplatz am Abend

Im Vorfeld hatte sich jeder an den getrockneten Lorbeerblättern bedienen können, welche ebenfalls von den beiden besorgt worden waren. Mit einem weißen oder roten Stift konnten wir auf diesen
unsere Wünsche für die kommende dunkle Jahreszeit notieren. Anschließend sollten diese Botschaften dann während der Zeremonie dem Feuer überantwortet werden.
Nach dem Sebastian das Blót mit einleitenden Worten eröffnet hatte, umschritten wir das Feuer dreimal entsprechend dem Sonnenlauf. Laut Sebastian wäre andersherum nämlich „magisch uncool“ gewesen. ^^
Dann beglückte uns Andreas mit der Intonation der Moskauer Nächte auf seinem Kornett. Dieses gehört – so erklärte er uns – trotz seiner Ähnlichkeit mit einer Trompete zu den Hörnern und zeichnet sich durch einen weicheren Klang aus.
So eingestimmt rezitierten Sebastians Kinder Ferun und Haakon die Zeilen der Herkunft.
Daran anschließend wurde das Sumbelhorn vom Schankwalkür gefüllt und wir sumbelten dreimal auf die Götter, die Ahnen und zuletzt auf die Wesenheiten des Platzes und andere Naturwesen.
Jetzt war es an der Zeit, die zuvor aufgeschriebenen Wünsche dem Feuer zu überantworten. Reihum legte jeder seine Blätter in die Flammen, manch einer sprach ein paar Gedanken dazu aus, andere
wiederum opferten schweigend. Der Wunsch von Haakon nach einer Playstation IV wurde allerdings von den Göttern dahingehend beantwortet, dass sich sein Blatt, vom warmen Rauch immer wieder
aus dem Feuer getragen, einfach nicht entzünden wollte. Wahrscheinlich sind für solche Wünsche nach wie vor die Eltern zuständig. ^^
Über allem lag allenthalben der betörende Duft von verbrannten Kräutern und anderem Räucherwerk, welches großzügig vorhanden und ebenso großzügig den Flammen überantwortet wurde. Rosmarin klärte den Geist, um Platz für Eingebungen zu schaffen, welche durch einheimische und exotische Baumharze katalysiert wurde. Zusammen mit dem restlichen Feuer, den brennenden Lorbeerblättern, dem süßen Met und der klaren Nachtluft war all dies olfaktorisch höchst ansprechend.
Nach dem Sumbel griff Andreas wieder zum Kornett und spielte die Melodie des Herdfeuerliedes, welches wir anschließend gemeinsam sangen. Zum Abschluss brachte er uns noch „Die Gedanken
sind frei“ zu Gehör, worin wir ebenfalls über die Länge aller Strophen einstimmten.
Sebastian hob die Zeremonie mit passenden Worten auf und wir alle verließen den Kreis, erneut im Sonnensinn umlaufend, bis alle wieder außerhalb des äußeren Kreises standen.
Nach dem Blót ist vor dem Blót, heißt es so schön. So setzten wir uns alle auf die Bänke um ein weiteres Feuer zusammen, und sumbelten zunächst eine Runde frei, bis die Idee aufkam, nacheinander sollte jeder die Möglichkeit bekommen, für eine komplette Sumbelrunde das Thema zu bestimmen. Dies wurde begeistert so angenommen und wir schafften es, dass jeder der Anwesenden einen Themenvorschlag machen und dann nach einer Runde nochmal ein Schlusswort zu seinem Thema sagen konnte. Als letzte war Pascale mit einem Themenvorschlag dran; bei ihr landete nach
der letzten Runde auch das Horn, wurde geleert und das Sumbel somit aufgehoben.

© Pascale – Das Lagerfeuer am Abend

Die Themenvielfalt dieser Sumbelrunden reichte dabei von so elementaren Dingen wie Freundschaft über Liebe, bis hin zu hoch diffizilen Themenkomplexen wie Biosalatgurken.
Nach dem der spirituelle Teil hinter uns lag, widmeten wir uns anderen hoch geistigen Themen. Sebastian hatte einen unbekannten Whiskey mitgebracht, welchen wir verkosteten, ohne ihn jedoch endgültig identifizieren zu können. Nebenbei holte Pascale die Bettstatt für sich und Richard aus dem Auto, woraufhin sich beide dann ein Duett an der Luftpumpe lieferten. Voll von schönen Gedanken, beflügelnden Impulsen und berauscht vom Met und anderen geistigen Getränken, legten sich alle schließlich in die Federn.

© Pascale – Blick durch das Tor auf den
Grillplatz

© Pascale – Der nächtliche Grillplatz

© Pascale – Blótplatz bei Nacht

Für den kommenden Morgen war der Platz bis 11:00 Uhr gebucht, weswegen uns die Zeit etwas im Nacken saß. Nach dem alle den jeweiligen Lagern entstiegen und alle Habseligkeiten weitestgehend
verstaut waren, fanden wir uns am von den Kindern eingedeckten Frühstückstisch im Freien ein, um eine gemeinsame Abschlussmahlzeit einzunehmen. Die Palette der mitgebrachten Speisen war sehr vielfältig und das Angebot reichhaltig. Am Ende war noch so viel übrig, dass jeder der wollte, reichlich
davon mitnehmen konnte.
Als die Tafel aufgehoben wurde, war es schon 11:30 Uhr und der Pächter nahm den Grillplatz ohne Beanstandungen ab.

© Pascale – Das Lagerfeuer am Sonntag Morgen

© Pascale – Der Grillplatz am Sonntag Morgen

© Pascale – Bank mit Horn, Stab und Opferschale
am Sonntag Morgen

© Pascale – Das Eingangstor am Sonntag Morgen

Unser Abschlusssumbel verlegten wir vor das Tor der Einfriedung. Da die Rückreise für alle mit eigenem PKW stattfand, enthielt das Horn diesmal Apfelsaft statt Met.
Wir sumbelten dieses Mal mit vielen Worten der Dankbarkeit, besonders für Rex und Heike, die alles so schön vorbereitet hatten, auf die Gemeinschaft und auf baldige Zusammenkunft anlässlich einer ähnlichen Veranstaltung.
Abschließend leerten wir die Schale mit den Opfergaben in den Wald, wozu Sebastian die Worte
„Von den Göttern, zur Erde, zu uns. Von uns, zur Erde, zu den Göttern.“ rezitierte.

Auch wir haben die aus dem skandinavischen Raum bekannte Sitte übernommen, allen nach dem Blót mit den Worten „Tak for Blót“ zu danken. Dies geschah, in dem wir uns alle durcheinander gegenseitig umarmten, knuddelten, auf Rücken und Schultern patschelten und einfach unsere Verbundenheit taktil zum Ausdruck brachten. Nach vielen lieben Worten und guten Wünschen, fuhr jeder zurück nach Hause.
Wir haben das Herbstblót bei der Gruppe Rheingold sehr genossen und freuen uns schon auf das nächste Blót.

Pascale und Richard
vom Heidenstammtisch Trier

Sommerblót 2019

Am Samstag dem 06.07.19 haben wir unser Sommerfest gefeiert. Dazu haben wir uns am frühen Mittag an unserem Platz nahe Aach getroffen.

Der Pfad zum Platz

Zunächst haben wir gemeinsam gegessen. Es wurden verschiedene Salate, Brote, und allerlei Fingerfood mitgebracht. Es wurden der Ablauf besprochen, denn es gab neben dem Blót  noch ein paar andere Programmpunkte.

Vor dem Blót führte Amalar die Gruppe  in Tag-Traumreisen ein, die anschließend in Partner“arbeit“ durchgeführt wurden.  Anders als bei einer geführten Meditation wird hier kein Weg vorgegeben, sondern der Träumende wird durch einfache Fragen wie z. B. „Was siehst Du?“, „Was hörst Du?“ etc. gefordert und beschreibt seine Visualisierung.

Dadurch entspannt wurde danach das Blót vorbereitet und der Altar geschmückt.

Nachdem der Kreis geschlossen wurde, mit den Worten „Ich bin hier“, folgte der dreifache Nemetona-Umgang, denn Erinn intonierte mit rekonstrierten gälischen Worten, die frei übersetzt „Nemetona wir rufen Dich“ heißen. Nemetona ist die keltische (gallische) Göttin und Schützerin der Haine.

Swawa bekräftigte diesen Schutz noch mit der Hammerweihe. Da wir durch die anhaltende Trockenheit und der erhöhten Waldbrandgefahr kein Feuer machten, stellten wir in die Feuerstelle einen Kessel um unsere Opferungen darin zu sammeln und sie später in die Natur zu geben.

Jetzt wurde das Trink-Horn geweiht. Da wir ja unserer Trierer „Tradition“ folgend häufig Viez und Apfelsaft statt Met verwenden, erfolgte diese Hornweihe auf Idunna.

Es schloss sich das Speisopfer an und Erinn teilte das von ihr gebackene Brot mit uns den Göttern und den Ahnen. Während wir das Brot aßen und teilten, rezitierte ich , inspiriert von einem Blót im Rahmen eines vergangenen Eldathings, einen Vers aus dem Mühlenlied der Edda:

Wir mahlen Macht,
Wir mahlen Heil,
Wir mahlen Gut
Auf der Gücksmühle
Sitz im Reichtum,
Ruh auf Daunen,
Erwach zur Wonne,
So mahlten wir wohl!

Hiernach gab es noch ein paar indiviuelle Opferungen bevor wir die Sumbelrunden eröffneten. Hier gab es nach den drei üblichen thematisch festgelegten Runden noch einige freie Runden.

Nach dem Sumbel schlossen wir das Blót und bedankten uns für den Schutz. Unser Sommerfest war aber noch nicht zu Ende. Fenris hielt noch einen interessanten Gitarrenworkshop und erklärte und zeigte uns ein paar Akkorde und Spielweisen. Er weckte bei denen die nicht oder nur wenig Gitarre spielen können großes Interesse an diesem Musikinstrument.

Ein gemeinsam gesungenes Herdfeuerlied beendete dann am fortgeschrittenen Abend diese sehr gelungene Veranstaltung.

Gruppenfoto von einem Teil der Anwesenden

Hohe Maien 2019

Am 01. Mai trafen wir uns bereits morgens um Hohe Maien zu feiern. Wir hatten wieder wahnsinniges Glück mit dem Wetter. Es war sonnig und die Temperaturen sehr angenehm.

Wir beschlossen zunächst ein wenig den Platz, das Wetter und die Gemeinschaft zu genießen, schon mal was zu essen und das Blót als Höhepunkt des Tages in die Mitte der Veranstaltung zu legen.

Nachdem wir geeignete Stücke für das Stockbrot gesammelt und entsprechend vorbereitet hatten, verbrachten wir also den Vormittag um das Lagerfeuer, erzählten und lachten wir und feierten den Mai.

Wie es bei uns üblich ist, begannen wir das Ritual mit dem dreifachen Nemetona-Umgang welchen Didier und Erinn intonierten und mit der Hammerweihe, die Swawa durchführte.

Didier weihte anschließend das Feuer mit Hefe und Salz.

Um die Götter zu unserem Mai-Fest einzuladen begann Fenris mit einer selbstgedichteten Freyr-Anrufung und Swawa lud Frigg ein. Ebenso wurden Belenos und Epona zu Fest gerufen und schließlich alle Götter, Wesenheiten und Ahnen die mit uns feiern wollten.

Mit diesen teilten wir dann ein Stockbrot im Speisopfer. Die Hornweihe und das Trankopfer folgte und wie das auch bei uns mittlerweile Tradition hat, ist unser Opfertrunk der Viez (regionaler Apfelwein), statt dem in Heidenkreisen oftmals gebräuchlichem Met. Dieses Horn weihten wir dann auch ganz passend Idunna.

Es folgten drei thematisch geschlossene Sumbelrunden und anschließend noch einige offene Sumbelrunden. Und auch hier bestätigte sich wieder, dass das Sumbel das Herzstück und die Seele jedes Blóts ist. Es entsteht hierbei regelmäßig eine Magie, eine Verbundenheit und eine Offenheit, die mich auch nach vielen Jahren Heidentum und vielen Blóts immer noch fasziniert.

So gestärkt beendeten wir mit dem Herdfeuerlied das Blót und feierten anschließend noch ein wenig weiter. Da Fenris seine Gitarre dabei hatte und er, Pascale und Richard etwas jammten und einige Lieder zum besten gaben, habe ich hier eine kleine Kostprobe einer Interpretation von „Yggdrasil“ von diesem Mittag:

Original:

Brothers of Metal 

Prophecy Of Ragnarok (2017)

Bilder von Pascale, Swawa und Daniel

Ostara in Heidelberg 2019

Am Samstag den 23.03. waren wir wieder nach Heidelberg zum gemeinsamen Ostarafest der Stammtische Rhein-Neckar, Drei Eichen (Darmstadt), Fafnirs Hort (Frankfurt) und einigen anderen Freunden eingeladen. Es war bestes Wetter, strahlender Sonnenschein bei sehr warmen Temparaturen.
Wir haben viele bekannte und auch neue Gesichter getroffen. Es wurde sich ausgetauscht, gelacht und gefeiert.
Nachdem alle eingetroffen waren, sich begrüßt haben  und der Altar und der Platz geschmückt war, wurde zunächst eine Kindsweihe, bzw. Namensleite gefeiert. Die Nornen und die Götter wurden angerufen um dem Kind Schutz und Segen zu bringen. Der Vater hob das Kind und erkannte es als sein Kind vor uns allen als Zeugen an und gab seiner Tochter ihren Namen. Die Mutter des Kindes erzählte daraufhin etwas über den Namen und dessen Bedeutung.
Es folgte eine „Dornröschen-Runde“; der Vater ging mit dem Kind das Rund ab und jeder im Kreis konnte zu dem Kind sprechen. Sie fand das ganz toll, freute sich und gluckste einen jeden an.

Nach einer kurzen Pause folgte nun das Ostara-Blót, das Odrik mit einer eindrucksvollen Hammerweihe begann. Es wurde nun ein stimmiges Fest mit mehreren Intonationen und Liedern, einem Speisopfer in Form eines Brotes und einer Sumbelrunde. Zuletzt wurde ein Tannenzweig, der mit den aufgeschriebenen Wünschen und Sprüchen der Teilnehmer bestückt war, dem Feuer übergeben.

Nach dem Blót ging es gesellig weiter und irgendwann mussten auch wir uns wieder auf dem Heimweg machen. Wie immer an dieser Stelle danke ich allen Beteiligten und besonders den Organisatoren dieser Veranstaltung! Es war wieder schön (auch wenn ich mir die Kopfhaut ordentlich in der strammen Frühlingssonne verbrannt habe und davon noch einige Tage Spass damit hatte) und ich freue mich schon auf das nächste Treffen in diesem Kreis!