Alle Beiträge von Daniel

1. Rundmail und Zusammenfassung des Stammtischs vom 19.02.2015

Hallo zusammen!

Zunächst eine grobe Zusammenfassung des gestrigen Stammtischs!
1. Wie ihr grade feststellt, haben wir beschlossen die Mitglieder des Stammtischs und die Interessenten per E-Mail über aktuelle Themen auch über E-Mail zu unterrichten. Hintergrund ist das wir versuchen unsere Kommunikation nicht von Facebook abhängig zu machen und so auch diejenigen zu erreichen die dort keinen Account haben und wollen.
2. Wir haben eine Einladung zu Ostara nach Hemsbach bei Heidelberg am 21.03.2015. Beginnen wird diese Veranstaltung gegen 15:00 Uhr. Das Blót wird etwa um 18:00 Uhr beginnen. Einige von uns werden dorthin fahren um sich mit den Mitgliedern der Stammtische Saarland, Heidelberg, Mosbach und Frankfurt auszutauschen und das gemeinsame Blót zu feiern. Wer noch Interesse daran hat, kann mir Bescheid geben.
3. Es wurde an das Eldathing, dieses Jahr in Essen, vom 15.10.-18.10.2015 erinnert. Auch für Nichtmitglieder höchst interessant, da man die Möglichkeit hat eine große Menge Heiden national und international kennenzulernen, und sich in zahlreichen Workshops und Seminaren fortbilden kann. Wer da noch Interesse hat kann auch von mir das Anmeldeformular bekommen. 

4. Weiterhin wurden die Themen „Götterverständnis – Real oder Metaphern?“ und „Anerkennung von Religionsgemeinschaften in Deutschland“ sehr lebhaft besprochen und diskutiert, und beim zweiten Thema die Fakten und Sachlage anschaulich dargelegt.

5. Der nächste Stammtisch wird am 10.03.2015 um 19:00 Uhr im Postillion in Trier stattfinden.

Grüße
Daniel

PS: In der FB-Gruppe gibt es momentan ein kleines technisches Problem, das mit der Löschung eines Admin-Accounts zusammenhängt. Ich hoffe das wir das (bzw. Facebook) noch in den Griff bekommen.

 

Rauhnächte-Blót 03.01.2015

Der Heidenstammtisch Trier hat sich am 03.01.15 zu einem Blót in einem Waldstück in Wadrill eingefunden um das Ende der Rauhnächte zu feiern. Der Ort liegt im Hochwald, Hunsrück im nördlichen Saarland, ungefähr 30 km von Trier entfernt.

Passend zum Anlass des Blóts hat Holle sich vorher nochmal richtig ins Zeug gelegt und wir standen stellenweise knietief im Schnee während Nebel über den Feldern und Wiesen lag. Unsere Gruppe setzte sich zusammen aus 14 Leuten, aus Mitgliedern des Celtoi e.V., des Eldarings, der Nornirs Aett und den weiteren Mitgliedern des Heidenstammtischs Trier, die nun gemeinsam die wilde Jagd feierten, sich auf das neue Jahr vorbereiteten und gleichzeitig vom alten Jahr verabschieden wollten.

Da dieser Platz regelmäßig von uns für Blóts und Rituale besucht wird, ist er mit Haselzweigen abgesteckt, die mittlerweile sogar teilweise gewurzelt haben. Ein Teil der Gruppe war schon etwas früher da um den Platz vorzubereiten, er wurde gereinigt und geweiht.

Als wir dann vollzählig anwesend waren haben wir den Altar aufgebaut und unsere Opfergaben für die Gastgeber und Wesenheiten des Platzes dargelegt. Marius, der diesmal der Blótleiter war, konnte anschließend mit dem Hammerritual beginnen. Symbolisch entzündeten wir im Anschluss drei Fackeln für Midgard, Asgard und Utgard und weihten das zentrale Feuer mit Salz und Hefe. Hell erleuchtet wie wir und der Platz nun waren, haben wir dann als Form der Anrufung eine Intonation von Wodan und Hulda, als Anführer der wilden Jagd, begleitet von einer Trommel, durchgeführt. Passend zum Anlass bekam diese Intonation eine beeindruckende Dynamik.

Da wir aber nicht nur die germanischen Götter und Aspekte berücksichtigen, sondern auch die keltischen Götter einladen wollten, wurde von Erinn das Nemetona vorgesungen und von Vailos der Toutatissegen gesprochen. Den Anrufungen folgte die Hornweihe und das Speisopfer, für das ein Brot in Form eines Ebers gebacken wurde. Dieses machte nach der Weihung die Runde durch die Gruppe und jeder brach ein Teil für sich und die Götter ab. Nach einer kurzen Besinnung wurde die erste Sumbelrunde eingeleitet in der das Horn auf die Götter gehoben, während in der zweiten die Ahnen und die Wesenheiten um uns herum bedacht wurden. Diesen beiden Runden folgte mehrere freie Runden, in der die Teilnehmer, die die Wahl zwischen dem Methorn und einem mit Apfelsaft gefüllten Horn hatten, nun aussprechen konnten was ihnen auf dem Herzen liegt. Einen Dank an unseren „Hornhelden“ Martin (10), der die Hörner nach Bedarf getauscht und gehalten hat. Diese Aussprüche reichten von lustig bis traurig, von zurückblickend bis nach nachvorneschauend, frei gesprochen, poetisch oder gesungen. Von Marius wurden abschließende einige Schmuckstücke den Göttern geweiht.

Beschlossen wurde das Blót dann mit dem Herdfeuerlied und einem anschließendem Beisammensein, mit heißem Viez und Fladenbrot.

Ich danke allen Dabeigewesenen für einen tollen und inspirierenden Abend, auf das wir noch viele solcher Feste gemeinsam feiern werden.